Wie schreibt man einen Blog?

Persönliche Webseiten und Blogs gibt es schon seit den Anfangsphasen des Internets. Seit jeher versuchen Blogger, Leser mit interessanten Inhalten zu ködern – die Palette der möglichen Themen ist dabei unendlich.

Menschen machen Beauty-Blogs, Technik-Blogs, Food-Blogs oder Reise-Blogs.

Eigentlich sind Bloggern dabei keine Grenzen gesetzt – auch spezifische Nischen-Blogs zu einem bestimmten Thema sind möglich.

Oft sind Nischen sogar deutlich erfolgsversprechender als Blogs zu breiten Themen, zu denen schon sehr viele große Seiten existieren.

Natürlich gibt es aber noch mehr Faktoren, die erfolgreiche Blogs von schlechten Blogs unterscheiden.

Im folgenden Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du deinen ersten Blog startest und was einen guten Blog ausmacht. Außerdem: Die wichtigsten Tipps für lesenswerte Beiträge, die bei Google ganz oben stehen werden.


Was zeichnet einen guten Blog aus?

Werfen wir einen Blick auf drei Bereiche, die einen guten Blog ausmachen.

Definiertes Thema

Ein guter Blog ist auf das richtige Thema abgestimmt.

Englischssprachige SEOs reden dabei oft von „Niching Down“. Der Blog wird auf ein Kernthema heruntergebrochen.

Vor allem Einsteiger erreichen mit dieser Taktik viel schneller ihre ersten Leser.

Das verwundert nicht: Logischerweise ist es viel leichter, für ein Nischenthema mit wenig Konkurrenz bei Google zu ranken, als für große Themen wie etwa „Sport“ oder „Technik“.

Das klar definierte Thema ähnelt einem roten Faden, der sich durch den gesamten Blog zieht.

Natürlich ist bei der Themenauswahl aber auch das eigene Interesse wichtig.

Wer einen Blog zu einem bestimmten Thema macht, der sollte sich dafür tiefgreifend interessieren. Nur wenn ehrliches Interesse besteht, kann man auch viele Beiträge schreiben.

Ich baue mittlerweile seit mehr als 5 Jahren Blogs auf – manche betreibe ich noch heute, manche habe ich bereits verkauft oder offline gestellt.

Screenshot eines meiner Blogs
Diesen betreibe ich bereits seit 2015.

Eine Erkenntnis habe ich dabei schon früh gewonnen: Blogs, bei denen ich mich für das Thema ernsthaft interessiere, konnten auf lange Sicht mehr Besucher generieren.

Das liegt daran, dass ich über einen längeren Zeitraum ständig Beiträge geschrieben habe, ohne die Motivation zu verlieren.

Als Negativ-Beispiel wäre hier meine Saugroboter-Seite zu erwähnen, die ich vor 2 Jahren verkauft habe.

Die Webseite brachte zwar Geld ein, doch mein Interesse für die Roboter ging gegen Null. In so einem Fall war es das beste, die Seite zu verkaufen und mich auf andere Dinge zu konzentrieren.

Natürlich gibt es auch gegenteilige Beispiele – für marketninja.net schreibe ich sehr gerne Beiträge, weil Online Marketing ein Thema ist, welches mich schon lange interessiert.

Das gilt auch für andere Webseiten.

Zusammengefasst spielt die Auswahl eines definierten Themas eine große Rolle bei den Erfolgschancen deiner Web-Präsenz. Lass dir dabei also Zeit und überlege. Anfänger sollten sich für ein nischiges Thema mit wenig Konkurrenz entscheiden – dann werden die ersten Erfolge deutlich schneller sichtbar.

Definierte Zielgruppe

Wie das Thema, ist auch die geplante Zielgruppe relevant. Wer soll den Blog einmal lesen?

Nachdem das Thema gefunden ist, sollte die Zielgruppe definiert werden.

Es empfiehlt sich, ein künstliches Leserprofil zu generieren, welches man dann beim Schreiben neben sich liegen hat, um daran erinnert zu werden, für wen man eigentlich schreibt.

Die Persona ist eine künstliche und ausgedachte Figur, die den Durchschnittsleser beschreibt. Beim Erstellen von Inhalten hilft es enorm, eine imaginäre Person im Kopf zu haben, für die man die Artikel schreibt.

Beispiel: Persona für einen Blog zum Thema chinesische Heilmedizin

Meine Person heißt Brigitte, ist 50 Jahre alt und interessiert sich für diverse Arten chinesischer Medizin. Brigitte möchte schon seit längerem selbst diverse Praktiken der traditionellen chinesischen Medizin durchführen, weshalb sie sich auf meinem Blog dazu informieren möchte.

Natürlich kann die Persona noch ausgearbeitet und detailliert werden – es kann zB. definiert werden, welche Interessen vielleicht noch in den Zielgruppenbereich fallen.

Auch wichtig: Mögliche Probleme der Zielgruppe definieren. Bei unserer oben genannten Frau ist es etwa sehr wahrscheinlich, dass sie sich zwar für die chinesische Heilmedizin interessiert – sie findet aber keine passenden Lehrangebote.

Wenn erst einmal die Probleme definiert sind, können schon passende Lösungsansätze gefunden werden: Der Blogger könnte etwa einen großen Ratgeber mit Ausbildungsmöglichkeiten zur chinesischen Medizin anbieten.

Eine definierte Persona hilft beim Betreiben eines Blogs also enorm. Man sollte hierbei jedoch flexibel bleiben – denn ein Blog ist dynamisch und entwickelt sich weiter. Auch die geplante Zielgruppe kann sich weiterentwickeln.

Tipp: Bleibe mit deinen Lesern in Kontakt und mache Umfragen, um zu erfahren, wofür sie sich interessieren. Dadurch kannst du deine Zielgruppe verfeinern.

Ansprechende Inhalte

Google wird deinen Blog nur dann weit oben ranken, wenn die Inhalte ansprechend und relevant sind.

Zwar spielen vermutlich tausende Einzelfaktoren in die Reihenfolge von Googles Suchergebnissen mit ein, doch eigentlich ist es ganz simpel: Oben steht der, der die Suchintention des Nutzers am ehesten beantwortet.

Sind zu deinem anvisierten Themenbereich beispielsweise viele Anleitungen auf der ersten Seite bei Google, musst du diese übertrumpfen.

Du musst die Suchintention des Lesers also noch stärker befriedigen – Google kann dies mittlerweile mithilfe verschiedener Faktoren (beispielsweise Zeit, die der Nutzer auf deiner Seite verbringt) genau messen.

Beispiel: Du möchtest für die Suchanfrage „Mäuse im Garten bekämpfen“ ranken

Aktuell befinden sich auf der ersten Seite bei Google viele Ratgeber.

Bei der Durchschau der einzelnen Seiten fällt jedoch auf, dass viele sehr textlastig sind – und im ersten Moment nur schwer zu überfliegen.

Du könntest deinen Beitrag hier weiter vorne platzieren, indem du beispielsweise folgende Dinge machst:

  • Ausführlichsten Beitrag zum Thema schreiben
    Wenn die anderen Seiten durchschnittlich 1.000-1.300 Wörter haben, schreibst du einen Beitrag mit 2.000 Wörtern. Das hilft aber nur dann, wenn in den 2.000 Wörtern auch ein deutlicher Mehrwert steckt. Du könntest deine Tipps beispielsweise selbst testen und von deinen Erfahrungen schreiben.
  • Grafiken und Fotos einbauen
    Die meisten Menschen denken visuell. Platziere Fotos im Beitrag, die thematisch passen. Fotos helfen dabei, den Beitrag aufzulockern und den Leser länger auf der Seite zu halten.
  • Von eigenen Erfahrungen berichten
    Menschen lieben Case Studys. Echte Erfahrungsberichte sorgen sogar dafür, dass die gleichen Leser mehrmals auf deine Seite kommen.
  • Wichtigste Infos sofort bieten
    Wenn man sich die Suchresultate zum oben genannten Suchbegriff ansieht, fällt eines sofort auf: Man findet die Antworten auf die Frage in der Textschlange nur schwer. Daher der Tipp: Präsentiere die wichtigsten Infos in einer kurzen Zusammenfassung im oberen Teil der Webseite. Google und deine Leser werden es bevorzugen.

Als ansprechende und attraktive Inhalte gelten beispielsweise hilfreiche Praxistipps, Anleitungen, Ratgeber, Erfahrungsberichte und Case Studys. 

Wir gehen weiter unten noch genauer darauf ein: So schreibst du bessere Beiträge.

Attraktive Webseite

Beispiel einer modernen Webseite: Runningshoesguru.com

Einen professionellen Blog zeichnet auch ein gutes Design aus.

Heutzutage ist es gar nicht mehr schwer, einen schönen Blog zu erstellen.

Für Content Management Systeme (CMS) wie WordPress oder Joomla gibt es online reihenweise Templates – viele sogar zum kostenlosen Download.

Als attraktive Webseiten gelten heutzutage Angebote, die sowohl auf dem PC als auch auf dem Smartphone oder Tablet gut aussehen. Responsiveness ist das Wort der Stunde.

Erhebungen zeigen, dass schon seit einigen Jahren mehr Menschen übers Smartphone als über den PC online sind – deshalb ist es nur logisch, dass die eigene Webseite auch dementsprechend optimiert sein sollte.

Tipp: Gute und attraktive Templates findest du auch bei ThemeForest. Bei vielen können im Nachhinein dann noch Dinge wie die Farbe oder die Schriftart geändert werden. Trotz vorgefertigter Templates ist eine Individualisierung also möglich.


Blog planen & starten in 3 Schritten

1. Plan erstellen

Dein Blog wird erfolgreich, wenn du dich an eine gewisse Struktur hältst.

Egal ob Webseite, YouTube-Kanal oder Instagram Influencer: Wer in regelmäßigen Abständen nach einer gewissen Struktur postet, ist erfolgreicher.

In diesem Beitrag auf Quora geht ein YouTube Experte genauer darauf ein. Seine Antwort: Wer Wachstum sehen will, sollte mindestens einmal pro Woche posten.

Meine Erfahrung mit Blogs ist, dass auch 2-3 Beiträge pro Monat ausreichend sind, wenn sie qualitativ und tiefgründig sind.

Wichtig ist aber eine gewisse Regelmäßigkeit.

Erstelle daher einen Plan für deinen Blog. Der Plan sollte folgende Dinge beinhalten:

  • Thema des Blogs: Der rote Faden, der sich durch den gesamten Blog zieht.
  • Veröffentlichungsfrequenz: Wie oft möchte ich etwas posten?
  • Ideen für die ersten 5-10 Beiträge
  • Zielgruppe: Für wen mache ich das?
  • Technische Details: Mit welchem CMS soll der Blog betrieben werden?

2. Technische Vorbereitung durchführen

Bevor du mit dem Bloggen beginnen kannst, muss die Webseite stehen.

Im nächsten Schritt geht es deshalb um die technische Vorbereitung.

Gehen wir für die folgende Anleitung von einem WordPress-Blog aus. WordPress ist mit mehr als 50% Marktanteil der dominierende Player in der Blog-Welt. Die allermeisten Blogs laufen mit WordPress.

So sieht das Backend von WordPress aus.
Im Screenshot auch sichtbar: Das Yoast SEO Plugin.

Auf Platz 2 hinter WordPress ist Joomla – ich nutze grundsätzlich aber nur WordPress, weil es für Joomla viel weniger Erweiterungen und Templates gibt.

Zum Vergleich: Beim Schreiben dieses Beitrags gab es bei ThemeForest ungefähr 11.200 Designs für WordPress. Für Joomla gibt es gerademal 1.100.

Auf vielen Seiten können sogar kostenlose Themes für WordPress heruntergeladen werden.

Hosting & Domain

Okay. Wir haben uns also für WordPress entschieden. Nächste Frage: Selber hosten oder direkt bei WordPress.com?

Ich hoste alle meine Blogs selber, da man damit mehr Freiheiten hat und es oft günstiger ist.

Wer sich mit den technischen Details jedoch nicht allzu lange beschäftigen möchte, der kann direkt bei WordPress.com starten – in dem Fall wird man durch einen unkomplizierten Installations-Guide geleitet, für den man kein technisches Wissen braucht.

Screenshot von WordPress.com

Um die Webseite jedoch grenzenlos personalisieren zu können, empfiehlt sich ein selbstgehosteter Blog.

Anbieter wie IONOS bieten sogar spezielle WordPress-Hosting-Lösungen an, bei denen WordPress auch mit 1 Klick installiert werden kann.

Bei der Installation der Webseite muss auch eine Domain registriert werden. Über die Domain kann man die Webseite dann abrufen.

“Domain” ist eine andere Bezeichnung für die Adresse des gehosteten Blogs – im Fall dieser Seite ist es “marketninja.net”.

Eine Domain darf es im gesamten Internet nur einmal geben. Und wenn die Webseite einmal steht, ist es auch ziemlich schwierig, sie zu verändern – vor allem wenn die ersten Google Rankings schon da sind.

Google würde die neue Domain als gänzlich neue Webseite interpretieren. Alle Rankings könnten verloren gehen.

Wichtig ist bei diesem Punkt, dass man sich für eine Domain entscheidet, die man dann nicht nach einer kurzen Zeit wieder umändern möchte. Das wäre nämlich mit vielen Komplikationen verbunden.

Zwar gibt es mittlerweile schon die verrücktesten Domain-Endungen (etwa .berlin, .google oder .xxx), für den Anfang empfiehlt sich aber eine klassische Domain-Endung wie .de, .net oder .at.

Die klassischen Endungen genießen bei den Internetnutzern nämlich noch immer das meiste Vertrauen.

Design & Plugins

Die Domain ist registriert, der Blog steht: Was jetzt?

Designe die Webseite nach deinen Vorstellungen. Nutze dazu kostenlose Themes – oder kostenpflichtige.

Ich verwende bei einigen meiner Blogs kostenlose, bei anderen kostenpflichtige. Wenn du anfangs nicht viel Geld investieren willst, kannst du ja mit einem kostenlosen starten – zu einem kostenpflichtigen kannst du noch jederzeit wechseln.

Screenshot von ThemeForest
Hier hole ich oft neue Themes und Plugins.

Der Vorteil bei kostenpflichtigen Premium-Themes ist, dass sie oft stark personalisierbar sind. So können beispielsweise alle Farben und Schriftarten nach den eigenen Vorstellungen geändert werden – ein personalisiertes Design schafft auch einen Wiedererkennungswert für deine Leser.

Kommen wir noch zum letzten Punkt: Kostenlose Plugins.

Plugins für WordPress können direkt im Dashboard heruntergeladen werden

WordPress wäre als CMS längst nicht so gut, wenn es nicht so viele hilfreiche Plugins von anderen Entwicklern gäbe.

Vor allem fürs Onpage-SEO von Webseiten gibt es einige Plugins, die zu einem besseren Ranking verhelfen sollen. Besonders erwähnenswert sind in dem Zusammenhang die Plugins Yoast SEO und RankMath. 

Beide Plugins funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Der Blogger gibt ein, welches Keyword mit dem Beitrag angepeilt werden soll – und das Tool analysiert daraufhin den Beitrag und gibt Tipps für eine bessere Optimierung.

Ich nutze auf den allermeisten Seiten Yoast SEO – das Plugin hat mir bereits bei vielen Beiträgen zu einem höheren Ranking verholfen.

3. Erste Beiträge schreiben

So sieht es aus, wenn man einen Beitrag im neuen WordPress-Editor schreibt

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Wenn das Grundgerüst des Blogs steht, ist es Zeit für die Erstellung von Inhalten.

Wenn du schon einen Plan für die ersten Beiträge hast, weißt du vermutlich auch schon, welchen Artikel du zuallererst verfassen möchtest.

Überschrift

Du fängst bei der Überschrift an – keine Sorge, natürlich kannst du sie auch später ändern.

Die Überschrift ist extrem wichtig, denn sie ist der Teil, den Leser zuerst sehen. Egal ob bei Google, in Sozialen Medien oder in deiner Blog-Übersicht: Die Überschrift fällt als erstes auf.

Manche Blogger sind der Meinung, dass man mit der Überschrift anfangen sollte.

Die Überschrift ist ein Versprechen an den Leser, denn sie gibt an, was der Leser vom Beitrag erhält.

Sie ist gewissermaßen das wichtigste Marketinginstrument für den Beitrag. Von der Überschrift hängt ab, ob ein Nutzer auf den Link klickt – oder eben nicht.

Deshalb sollte die Überschrift auch nicht zu allgemein und eher spezifisch sein.

Sehen wir uns im Folgenden die Varianten an, die mir für diesen Artikel in den Kopf kamen.

Beispiele für gute Überschriften:

  • Wie schreibt man einen Blog?
  • In 5 Schritten zum eigenen Blog
  • Großer Ratgeber: So schreibst du einen erfolgreichen Blog
  • Ratgeber mit echten Beispielen: So schreibst du einen Blog
  • Wie ich einen erfolgreichen Blog gestartet habe

Wie man sieht, sollte die Überschrift kurze Sätze und ein prägnantes Zielvorhaben beinhalten.

Natürlich gibt es auch schlechte Ideen:

  • Blog schreiben
  • Wie ich eine eigene Webseite gestartet habe und wie du es tun solltest
  • Im Internet Beiträge schreiben

Diese drei Beispiele befassen sich auf den ersten Blick auch mit dem Thema, sind jedoch viel zu unspezifisch, zu lang oder einfach thematisch nicht passend.

Inhalt

Nach der Überschrift kommen wir zum Inhalt. Hier steht die Recherche an erster Stelle.

Wie in diesem Beitrag schon oft genug erwähnt, kann nur dann von einem guten Artikel die Rede sein, wenn er top-recherchiert ist und dem Leser einen großen Mehrwert bietet.

Biete deinem Leser mehr als die Konkurrenz.

Schreibst du beispielsweise eine Anleitung, versuche detaillierter in die Tipps einzugehen und Fotos deiner Erfahrungen miteinzubringen. 

Auch Teil der Recherche: Konkurrenz-Beiträge durchlesen

Zur Online-Recherche zählen folgende Dinge:

  • Suche bei Google nach deinem Ziel-Suchbegriff und lese dir die Beiträge anderer Blogger durch.
  • Schaue dir Videos bei YouTube und Beiträge bei Wikipedia an.
  • Lies dich in das Thema ein, sodass du von dir behaupten kannst, dich damit wenigstens “gut” auszukennen.
  • Suche mithilfe von KWfinder nach ähnlichen Suchbegriffen und sieh dir die Suchergebnisse auch an.

Nach der Recherche solltest du eine ungefähre Vorstellung davon haben, worüber die Konkurrenz schreibt und wie du dich gleich oder besser positionieren kannst.

Ich habe nach der Recherche meist einen handgeschriebenen A4 Zettel vor mir, auf dem dann alle Punkte notiert sind, die ich im Beitrag thematisieren möchte.

Bei mir ist es meist eine Liste von der Einleitung bis zum Fazit. Oft ändere ich die Reihenfolge beim Schreiben aber noch.

Es macht gar nichts, wenn es ein wildes Durcheinander ist – um die Struktur kannst du dich auch während des Schreibens kümmern.

Last but not least: Das Schreiben!

Endlich kannst du mit dem Schreiben beginnen.

Ich fange – wie bereits beschrieben – immer mit der Einleitung an. Da ich in der Einleitung dem Leser erkläre, was er im Text bekommt, ist sie dann gleichzeitig auch für mich ein guter Anhaltspunkt.

Im weiteren Verlauf arbeite ich dann einen Punkt nach dem anderen ab.

Wichtig ist mir dabei immer, dass ich den Leser “mitnehme”.

Einen Blog-Text schreibt man nämlich nicht für einen Professor an der Uni oder für irgendein automatisches Programm – sondern für die eigenen Leser.

Deswegen sollte der Blog-Artikel nicht zu technisch oder hochtrabend sein. Schreibe so, als würdest du einem guten Kumpel ein Thema erklären.

Der Text sollte außerdem aufgelockert sein – etwa mit direkten Fragen an den Leser, beispielsweise: “Du möchtest doch auch wissen, wie man einen Blog schreibt, der monatlich viele Leser bekommt?”

Fertige deinen Artikel.

Nach langem Recherchieren, Schreiben und Rückenweh vom vielen Sitzen scheint der Artikel fertig.

Doch es gibt noch einpaar Dinge zu tun!

Stelle sicher, dass du diese Punkte ausführst, bevor du den Beitrag online stellst:

  • Lies den Beitrag nochmals durch und fülle Inhaltslücken. So gehst du sicher, dass dein Text wirklich umfangreich ist und einen Mehrwert bietet.
  • Achte auf Rechtschreibfehler. Ein Text mit Rechtschreibfehlern wirkt billig – und das schadet dem Trust des gesamten Blogs.
  • Formatiere den Text und sorge für eine gute Struktur mittels Überschriften (H1, H2, H3) und fettgeschriebenen Texten.
  • Füge Grafiken und Bilder ein, um den Text zusätzlich aufzulockern und interessanter zu machen.
  • Verlinke passende Unterseiten oder externe Seiten. Wer zu anderen Seiten verlinkt, der bekommt auch eher Links zurück! Und das ist gut für dein Google-Ranking.

Das wars! Wenn du all diese Dinge gemacht hast, kannst du den ersten Beitrag veröffentlichen.

Jetzt geht es darum, regelmäßig neue Inhalte zu posten und aktiv zu bleiben. Dann wird dein Blog wachsen – und es werden immer mehr Leser kommen.


5 Tipps für bessere Beiträge

Du hast in den vorherigen Absätzen erfahren, wie du einen Blog startest.

Aber wie schreibt man langfristig bessere Beiträge?

Beiträge, die bei Google auf den ersten Plätzen landen?

Beiträge, die viele Leser anlocken?

Beiträge, die einen guten Eindruck hinterlassen?

Darauf gehen wir in den folgenden Tipps genau ein.

1. Kurze Absätze & kurze Sätze

Niemand liest gerne lange Textschlangen. Menschen lesen gerne pregnante Tipps – ohne viel Geschwafel.

Ich muss zugeben, dass ich selbst große Probleme damit habe, mich kurz zu halten.

Oft will man seinen Lesern einfach alle Details vermitteln. Das ist im Grunde auch kein Problem. Die Frage ist jedoch, wie man das am besten anstellt.

Anstatt lange Absätze mit verschachtelten Sätzen zu schreiben, sollte man wichtige Tipps in kurzen Sätzen erklären.

Internetnutzer möchten schnell Antworten auf ihre Fragen. Deshalb überfliegen sie lange Artikel oft. Das funktioniert aber nur dann gut, wenn man kurze Sätze verwendet.

Diese sind leicht zu verdauen und sorgen für ein angenehmeres Lesegefühl.

2. Perfektionismus abschalten

Viele Menschen haben Hemmungen davor, einfach drauflos zu schreiben.

Dabei ist es genau das, was vielen Blogs einen Charme verleiht. Denke nicht zu viel darüber nach und fange einfach mit dem Schreiben an.

Ich garantiere dir, dass keine Webseite anfangs fehlerlos ist. Den perfekten Blogartikel gibt es nicht.

Wenn du dir das klarmachst, wirst du leichter und befreiter schreiben.

3. Behalte die Konkurrenz im Auge

“Deine Webseite muss nicht die beste sein. Es reicht, wenn sie besser als die deiner Konkurrenten ist.”

Das schreibt auch Peer Wandiger in seinem Beitrag.

Du musst tatsächlich nicht der beste sein – schau einfach, dass sich dein Blog von den anderen abhebt und mehr bietet. Das wird dich automatisch weiterbringen und die Leser werden deine Webseite gegenüber anderen bevorzugen.

4. Grafisch ansprechend bloggen

Der Mensch ist ein visuelles Lebewesen.

Viele Dinge verstehen wir erst dann so richtig, wenn sie durch Grafiken und Bilder untermauert sind.

Schaue daher darauf, dass du deinen Beitrag mit Grafiken ergänzst. Das wird dir einen Vorteil gegenüber all jenen bringen, die eher textlastig schreiben.

5. Nutze die Skyscraper Technique

Eine bekannte Methode, die ich erstmals bei Backlinko.com im Jahre 2016 gefunden habe, ist die Skyscraper Technique.

Die Skyscraper Technique baut auf der Theorie auf, dass jeder Artikel und jede Seite einem Hochhaus ähnelt.

Je höher ein Hochhaus, desto erfolgreicher und prestigeträchtiger das Unternehmen – so jedenfalls die Theorie.

Und das gleiche gilt für eine Seite: Je tiefgründiger, länger und schöner der Beitrag, desto erfolgreicher und besser wird er bei den Lesern und bei Google ankommen.

In einem älteren Beitrag habe auch ich bereits die Skyscraper Technique genauer vorgestellt:

Wie ich mit der Skyscraper Technique auf Platz 1 bei Google gelandet bin


Fazit: Wie schreibt man einen Blog?

Puh!

Das waren jetzt ziemlich viele Infos, oder?

In den Aufbau eines erfolgreichen Blogs fließen viele verschiedene Faktoren ein. Ich habe in diesem Beitrag versucht, die wichtigsten Tipps für Einsteiger zusammenzufassen.

Ich hoffe, dieser Beitrag kann dir einen gewissen “Jumpstart” in deiner Blogger-Karriere geben.

Einen Tipp habe ich am Ende aber noch: Fang einfach an! Hab keine Angst vor anfänglichen Fehlern.

Je eher du beginnst, desto schneller wirst du dich weiterentwickeln. Wenn du jetzt mit den ersten qualitativen Beiträgen startest, wirst du in den kommenden Monaten bereits deine ersten Besucher von Google empfangen dürfen.

Viel Glück!

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