Wie ich mit der Skyscraper Technique auf Platz 1 bei Google gelandet bin

Ein Skyscraper ist ein Wolkenkratzer. Wolkenkratzer-Architekten möchten, dass ihr Wolkenkratzer der höchste und beste in der Stadt ist.

Genau darum geht’s bei der Skyscraper Technique: Der eigene Beitrag soll alle anderen in den Schatten stellen. Die Technik wurde von einem bekannten englischsprachigen SEO-Blogger erfunden, der auch heute noch darauf schwört.

Immer höher: Das ist das Ziel bei der Skyscraper-Technik.

Als ich 2016 mit meinem Saugroboter-Blog / Nischenseite begonnen habe, wusste ich, dass es kein leichtes Unterfangen wird.

Die Saugroboter-Nische war bereits damals mehr als gesättigt und so brauchte ich einen starken Beitrag, der die ganze Domain (in Googles Augen) stärken und mir zu einem Trust-Boost verhelfen würde.

In dieser Zeit entdeckte ich die Skyscraper Methode. Mittlerweile rankt der besagte Skyscraper Beitrag schon mehr als 2 Jahre auf den vordersten Plätzen / auf der ersten Seite bei Google. Wie ich das geschafft habe, erfährst du im folgenden Artikel.



Was ist die Skyscraper Technique?

Bei der Skyscraper Technique handelt es sich um eine SEO-Methode, die den eigenen Beitrag auf die ersten Plätze bei Google bringen soll.

Dafür befolgt man die folgenden Schritte:

Zuallererst muss man sich für ein Keyword entscheiden, welches man anvisieren möchte.

Anschließend wird eine Konkurrenzanalyse durchgeführt: Wie sehen die Beiträge und Seiten meiner Mitbewerber aus? Dazu öffnet man einfach Google, tippt das gewünschte Keyword ein und öffnet alle Links auf der 1. Google-Seite – Tab für Tab.

Die Keywordrecherche am Beispiel des Suchbegriffs “Überwachungskamera mit Batterie”

Sobald das erledigt ist, hat man bereits ungefähr eine Ahnung davon, wie schwierig (oder einfach) es sein wird, auf die 1. Seite zu kommen.

Ich notiere mir meist, wieviel Wörter die Beiträge haben und wie das Design ist: Gibt es viele Bilder und Illustrationen? Bekommt man als Leser sofort die Informationen, die man möchte?

Zuletzt erstellt man den Beitrag und versucht alles besser zu machen, als die Konkurrenz: Der Beitrag soll informativer sein und mehr Wörter beinhalten – aber gleichzeitig für den Leser angenehm zu lesen und mit vielen Illustrationen und Bildern gespickt sein.

Sobald der Beitrag online ist, kontaktiert man andere Blogs und bittet um eine Verlinkung – oder man macht einfach auf den neuen Beitrag (auf eine nicht-spammy Art) aufmerksam.

So oder so ähnlich könnte eine Aufmerksamkeits-E-Mail aussehen.
Das ist nicht aufdringlich und man bittet nicht wie ein kleines Kind nach einem Link.

Zusammengefasst: Man schreibt einen Beitrag, der in allen Punkten besser ist, als die Konkurrenz (Wortanzahl, Informationen, Lesbarkeit, Design) und verbreitet ihn bei anderen Blogs.

Wer hat’s erfunden?

Weil diese Technik mir (und anderen Bloggern) schon zu vielen Lesern verholfen hat, finde ich, dass der Erfinder dieser Methode eine Erwähnung verdient.

Brian Dean von Backlinko.com hat die Skyscraper Technique erfunden.

Seit dem Launch seiner ersten erfolgreichen Seite im Jahr 2012 wurde Brian zum “SEO-Gott” im englischsprachigen Raum.

In seinem Blog und Newsletter gibt er tiefgreifende Tipps und Tricks zur Suchmaschinenoptimierung.

Backlinko wurde schon bei Forbes, Huffpost und anderen großen US-Magazinen erwähnt.


Fallstudie: Die Skyscraper Technique

Hinweis: In diesem Beitrag gewähre ich zur besseren Veranschaulichung Einblick in eine meiner Nischenseiten, die so real existiert.

Vorbereitung

Wie bereits weiter oben erwähnt, war 2016 das Jahr, in welchem ich mit meiner Putzroboter-Seite an den Start ging.

Damit ich eine Chance gegen größere Konkurrenten hätte, müsste ein Authority-Beitrag her, der viele Links generiert und den Lesern auch viel Mehrwert bietet – so viel, dass sie öfter zur Seite zurückkehren würden.

Von Anfang an war mir klar, dass es ein Beitrag mit “Freebies” sein sollte, also ein Beitrag, in dem Nutzer etwas kostenlos bekommen – beispielsweise einen kostenlosen Download.

Recherche & Konkurrenzanalyse

Im Putzroboter-Bereich ist es nicht sehr leicht, etwas zu finden, was man kostenlos zum Download anbieten könnte.

Einige Keyword-Recherchen mit kwfinder später, traf ich jedoch auf “Gold”: Monatlich suchen 2.000 – 3.000 Personen nach dem Suchbegriff “Putzplan Vorlage”.

Irgendwie logisch: Viele Menschen haben keine Lust (oder keine Zeit), selber einen Putzplan am PC zu erstellen – obwohl es wirklich nicht schwer ist. 😉

Auch die Konkurrenz sah vielversprechend aus.

Die meisten Seiten waren mit Werbung zugemüllt und man musste den Download-Button neben mehreren Fake-Buttons erst einmal finden.

Ein einfacher Beitrag mit kostenlosen Putzplänen zum Download würde diese Seiten sicher überholen. Einen Beitrag mit Mehrwert zu liefern, sollte hier also nicht sonderlich schwer sein.

Plan

Ein Plan musste her.

Ich analysierte die anderen Seiten und Putzpläne. Mir fiel auf, dass es auf vielen Seiten nur 2-3 Pläne zum Download gab.

Also habe ich mich entschieden, mindestens 7 verschiedene Pläne zum Download anzubieten. Außerdem sollte es nicht zu kompliziert sein – und die Putzpläne sollten modern und gut aussehen.

Auch vom Text und vom Informationsgehalt sollte mein Beitrag mehr bieten (Wieso braucht man einen Putzplan? – Für wen eignen sich Putzpläne? – Erklärung jedes einzelnen Planes im Detail – Empfehlenswerte Putzpläne zum Kaufen bei Amazon).

Erstellen der Pläne

Noch bevor ich mit dem Schreiben des Beitrags begonnen habe, ging es ans Erstellen der Pläne.

Dazu habe ich das Mac-Programm “Numbers” verwendet.

Das simple Basisprogramm ermöglicht es, grafisch ansprechende Tabellen zu erstellen. Perfekt für Putzpläne!

Am Ende wurden die Pläne als PDF-Dateien exportiert und auf meinen WordPress-Blog hochgeladen.

Übrigens: Mittlerweile müssen Leser ihre E-Mail Adresse eintragen, bevor sie die Putzpläne herunterladen können. So kann ich auch im weiteren Verlauf noch 2-3 Mails versenden – zB. mit Angeboten, Infos zu neuen Blogbeiträgen oder Affiliate Links.

Verfassen des Beitrags

Der wichtigste Punkt ist das Verfassen des eigentlichen Beitrags.

Dazu habe ich auf ein Blatt Papier skizziert, wie der Beitrag aussehen sollte.

Ich habe alle Über- und Unterüberschriften aufgeschrieben und außerdem stichwortartig notiert, was ich wo hinzufügen möchte.

Neben einer kurzen Einleitung sollten die Leser im Beitrag erfahren, für wen sich so ein Putzplan eignen würde und welche Alternativen es gibt – zB. Putzplan-Bücher bei Amazon.

Das Schreiben des Beitrags habe ich in 2 Tagen erledigt. Am Abend des 1. Tages habe ich den Beitrag geschrieben. Am 2. Tag habe ich Fotos hinzugefügt und den Text mehrmals durchgelesen.

Nach mehreren Revisionen war ich mit dem Beitrag zufrieden und konnte ihn online stellen.

Blogs kontaktieren

Der letzte Schritt ist, andere Blogs und Webseiten zu kontaktieren und sie auf den neuen Beitrag aufmerksam zu machen.

Hier ist es am besten, Konkurrenz-Beiträge zu analysieren und zu schauen, woher diese ihre Backlinks bekommen haben.

Das kann man mit vielen verschiedenen Tools machen. Ich verwende dazu den LinkMiner von Mangools.

Beispiel: Der LinkMiner zeigt an, welche Webseiten zur angegebenen Seite verlinken. “LS” zeigt die Linkstärke an.

Ich habe mir also angesehen, woher andere Blogs ihre Links haben und diese Webseiten angeschrieben, oder den Link im ein oder anderen Forum gepostet.

Wichtig ist, dass man es auch hier nicht übertreibt. Das bringt nämlich weder bei Google was, noch macht man sich damit sonderlich beliebt.

Warten & Statistiken / Rankings beobachten

Als letzten Schritt habe ich die Rankings und Google Analytics Daten beobachtet. Wie entwickelt sich die Webseite?

Naturgemäß ist in den ersten Wochen (oder auch Monaten) mit den Rankings zu rechnen. Noch schneller geht’s, wenn man gleich von Anfang an viele Backlinks generieren kann.

Im November 2016 ging der Beitrag online. Seit damals habe ich ihn kaum verändert – um genau zu sein, nur zweimal.

Einmal, um neue Links hinzuzufügen und einmal, um statt direkten PDF-Downloads einen Mailchimp Newsletter Opt-In einzubetten.

Die Google Analytics Statistiken des Putzplan-Beitrags seit 2016

Trotz der geringen Anzahl an Beitrags-Updates habe ich erst im Januar 2018 mit 3.475 Besuchern einen neuen Rekord erzielen können.

Das zeigt, dass man mit Beiträgen, die den Lesern einen richtigen Mehrwert bieten, über Jahre hinweg viel Traffic zum eigenen Blog leiten kann.


Fazit: Skyscraper Technique

Wie in diesem Beitrag ersichtlich wurde, gibt es bei der Technik einige Schritte, die man abarbeiten muss, um einen gelungenen “Google-ready” Beitrag zu erstellen.

Hat man aber alles richtig gemacht, darf man sich über mehr Besucher – und vielleicht auch mehr Klicks zum eigenen Online-Shop oder zu Affiliate Links – freuen.

Der Putzplan-Beitrag sollte in dieser Case Study nur als Beispiel dienen. Da die meisten Leute sowieso nur den Plan herunterladen wollen, konnte ich insgesamt nicht sehr viel Geld mit diesem Beitrag verdienen.

Er hat mir jedoch zu einem Ranking-Boost für die gesamte Webseite und zu vielen Besuchern verholfen, da der Beitrag einen echten Mehrwert bietet.

Die Skyscraper Technique ist eigentlich logisch und zeigt, wie der Google-Algorithmus funktioniert: Wer den Beitrag hat, bei dem die Menschen alle wichtigen Infos und Dinge bekommen, die sie benötigen, rankt weiter vorne. Das misst die Suchmaschine zB. daran, wie lange sich jemand auf der Seite aufhält.

  • Martin sagt:

    Gratulation zum gelungenen Beitrag! Wie lange bleibt so ein Post dann auf den vordersten Plätzen bei Google? lg

    • jurij sagt:

      Hey Martin! Das ist meiner Meinung nach davon abhängig, ob es sich um einen “Evergreen”-Beitrag handelt oder nicht. Nachdem sich in der Welt der Putzplan Vorlagen nicht viel ändern wird, gehe ich nicht davon aus, dass es so schnell gröbere Schwankungen geben wird. 🙂

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