Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung? (Grundlagen)

Wie funktioniert SEO

Seit es Google gibt, versuchen Webseitenbetreiber ihre Webseite für Google zu optimieren, um in den Suchergebnissen weiter nach vorne zu rutschen.

Na klar: Wer auf den vordersten Plätzen bei Google ist, hat nicht nur mehr Reichweite und mehr Besucher auf der eigenen Webseite, sondern auch einen monetären Vorteil. Bei den meisten Online-Shops ist Suchmaschinenoptimierung beispielsweise ein fixer Bestandteil ihres Marketingbudgets.

Aber was ist Suchmaschinenoptimierung überhaupt? Und wie funktioniert SEO? Die Grundlagen gibt’s im folgenden Beitrag.


Was ist “SEO” überhaupt?

Die Abkürzung “SEO” steht für die englische Phrase “Search Engine Optimization”.

Wer SEO betreibt, optimiert eine Webseite so, dass sie für Google und andere Suchmaschinen “rankworthy” ist. Zu Deutsch: Man macht die Webseite für Google schmackhaft, damit sie bei bestimmten Suchergebnissen weiter oben erscheint.

Suchmaschinen haben eine lange Liste an Faktoren und Kriterien, die für ihr Ranking entscheidend sind. Mit SEO passt man die Webseite genau an diese Kriterien an. Das ist natürlich nicht leicht und erfordert viele Kenntnisse in verschiedenen Bereichen.

In den letzten Jahren hat Google “RankBrain” entwickelt. Das ist ein Algorithmus, der ein immer größerer SEO-Faktor geworden ist.

RankBrain nützt künstliche Intelligenz, um den Nutzern die relevantesten Infos zu bieten. So ist heutzutage also nicht nur die Zahl der Backlinks oder Keywords entscheidend, sondern zum Beispiel auch, wie lange sich jemand auf der Webseite aufhält oder ob die Seite thematisch zum Suchbegriff passt.

Was bringt mir “SEO”?

Wer eine Webseite erfolgreich für Suchmaschinen optimiert, der wird dies vor allem an den gesteigerten Besucherzahlen bemerken.

Das bringt dir SEO:

  • Online-Shops generieren mehr Umsätze, wenn sie in Google weiter vorne erscheinen.
  • Blogger erreichen mehr Leser.
  • Online-Portale bekommen mehr neue Nutzer.
  • Affiliate Marketer können mehr Provisionen erzielen.
  • YouTuber erreichen mehr Views.

Suchmaschinenoptimierung stellt also eine Möglichkeit dar, langfristig mehr Besucher auf die eigene Webseite zu locken.


5 SEO-Grundlagen,
die heute relevant sind

1. Backlinks

Glaubt man aktuellen SEO-Studien, so zählen Backlinks bei Google noch immer zu den wichtigsten Ranking-Faktoren.

Backlinks sind externe Links von anderen Webseiten auf die eigene Webseite.

Früher galt: Je mehr Backlinks eine Webseite hat, desto weiter oben ist sie in den Suchergebnissen.

Heute ist es natürlich nicht mehr so leicht und Google hat sich weiterentwickelt. Das System merkt also ganz genau, wenn plötzlich unnatürlich viele Backlinks auftauchen oder die Backlinks von minderer Qualität sind. Dann wird der Webseitenbetreiber auch abgestraft.

Bei vielen umkämpften Keywords ist es aber so, dass die Webseiten mit den relevantesten und meisten Backlinks den Kampf um die ersten Plätze gewinnen.

Sehen wir uns das am Beispiel des Keywords “Backlinks SEO” an.

Auf den ersten 3 Plätzen befinden sich laut kwfinder.com die Beiträge von Moz.com, Sitechecker.pro und Postmm.com:

Wenn wir der obigen Theorie Glauben schenken, dann sollte der 1. Beitrag die meisten Backlinks haben, gefolgt vom 2. und vom 3.

Aber ist das wirklich so?

Laut SERPChecker hat der 1. Beitrag mit Abstand die meisten Backlinks. Dann kommt der 3., und dann der 2. Beitrag.

Der 2. Beitrag hat zwar weniger Backlinks (101) als der 3. (544), aber insgesamt verlinken mehr verschiedene Domains auf den 2., als auf den 3. Beitrag. Das sieht man in der ganz rechten Spalte bei RD (Reffering Domains):

In diesem Beispiel stimmt die Theorie also. Auf den Beitrag von Moz.com verlinken 681 verschiedene Domains. Auf den Beitrag von Sitechecker.pro 32 Domains und auf den Beitrag von Postmm.com nur mehr 13 Domains.

Natürlich gibt es noch viele andere Faktoren. Aber Backlinks sollten im SEO-Bereich trotz aller Neuerungen nicht unterschätzt werden.

2. Content-Optimierung

Auf Platz 2 unserer SEO-Liste befindet sich die Content-Optimierung.

Content is King?

Definitiv! Google wird auch in Zukunft an seinen Algorithmen feilen, um den Nutzern die relevantesten Beiträge zu ihren Suchanfragen zu liefern.

Im Klaren bedeutet das: Technische Aspekte, wie beispielsweise die Wortanzahl (und im weiteren Verlauf wohl auch die Anzahl der Backlinks) werden in den kommenden Jahrzehnten in den Hintergrund rücken, während die Themenrelevanz eine noch größere Rolle spielen wird.

Wer die besten Informationen zu einem bestimmten Thema liefert, gewinnt.

Der Grundsatz der Skyscraper Technique ist beispielsweise, den längsten und besten Content zu generieren. Auch die Wortanzahl spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Natürlich heißt das nicht, dass kurze Beiträge automatisch schlecht sind. Aber wenn es zu einem Suchbegriff nur kurze und wenig informative Beiträge gibt, wird man mit einem langen, ausführlichen Artikel mit viel Text und ansprechenden Grafiken sicher eine große Chance haben, die “schwächeren” Beiträge zu überholen.

Zwar sagt Google explizit, dass die Wortanzahl kein Ranking-Faktor ist – aber Analysen wie diese zeigen, dass eine hohe Wortanzahl mit einem höheren Ranking korreliert. Lange Beiträge tendieren also zu einem höheren Google-Ranking.

3. Ladedauer

Das Ziel von Google ist es, das Internet für jedermann schnell darzustellen.

Langsame Webseiten kommen dem Suchgiganten hier in die Quere. Daher hat die Suchmaschine bereits vor einigen Jahren gesagt, dass die Ladedauer ein Ranking-Faktor ist.

Das bedeutet: Je langsamer eine Webseite, desto geringer die Chancen auf den ersten Platz.

Um die Ladedauer der Webseite zu verbessern, gibt es viele Möglichkeiten.

WordPress-Webseitenbetreiber setzen auf Plugins wie “Wordpress Super Cache” oder “Minify”.

Bei “Super Cache” werden gewisse Beiträge in den Cache geladen. Die Webseite muss also nicht immer von 0 auf neu aufbauen und lädt somit schneller.

Bei “Minify” werden CSS- und HTML-Dateien im Hintergrund verkleinert, damit die Webseite beim Besucher schneller lädt.

Tipp: Bilder stellen oft die größten Dateien auf Webseiten dar. Daher sollten Bilder für Webseiten nicht zu groß sein und aufs Nötigste komprimiert werden.

4. Responsiveness

Bei Google gilt: Mobile First.

Das gleichnamige Google-Update wurde 2018 eingeführt. Seit 2018 nutzt Google also nicht die normale Webseite für seine Indexierungen, sondern die mobile Version.

Damit hat der Suchmaschinenbetreiber auf die “mobile Revolution” reagiert. Immer mehr Menschen surfen mit ihren Smartphones – in Deutschland gab es beispielsweise schon 2017 mehr Smartphones als PCs.

Laut Google sollte jede Webseite auch eine ansprechende Mobilversion bieten. Das ist mittlerweile auch ein entscheidender Faktor fürs Ranking. Daher sollte man überprüfen, ob die eigene Webseite bereit fürs mobile Zeitalter ist – und gegebenenfalls Änderungen vornehmen.

5. Titel & Meta

Google setzt sogenannte “Crawler” ein, um eine Webseite nach der anderen zu durchsuchen.

Der Crawler navigiert mithilfe der Title- und Meta-Tags durchs Internet. Title-Tags geben an, wo gerade eine Überschrift steht und wie die Webseite gegliedert ist. Eine <H1> Überschrift ist immer die Hauptüberschrift einer Webseite und sollte nur einmal vorkommen. <H2> stellt dann schon die erste Abstufung dar, etc.

So entsteht eine hierarchische Gliederung der Webseite:

  • H1
    • H2
      • H3
    • H2
    • H2

Wenn das angepeilte Keyword in der <H1> Überschrift vorkommt, teilt man Google mit, wovon der Text handelt.

Ebenfalls wichtig sind Meta-Tags. Sie werden vom Redakteur definiert und sagen Google: Das ist der Titel der Webseite – und das ist die Kurzbeschreibung.

Blauer Text: Das ist der Meta-Title.
Grüner Text: Das ist die URL.
Grauer Text: Das ist die Meta-Beschreibung.

Die Kurzbeschreibung wird dann in den Google Suchergebnissen unter dem Titel angezeigt.

Tipp: Meta-Tags können bei WordPress mit SEO-Plugins (wie zB. Yoast SEO) definiert werden.

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