Was ist Affiliate Marketing eigentlich? 

Die ultimative Erklärung

Was ist Affiliate Marketing?

Die ultimative
Erklärung

Auch heute zählt Affiliate Marketing noch zu den besten Methoden, um sich online ein Einkommen aufzubauen. Im Internet ist oft von den Vorzügen des Affiliate Marketing zu lesen, genaue Erklärungen zum Thema liefert aber fast niemand.

Glaubt man aktuellen Studien, erhöhen die meisten Unternehmen ihr Budget fürs Affiliate Marketing. Immer mehr große Publisher wie Buzzfeed nutzen Affiliate, um ihre Inhalte zu monetarisieren.

Was ist Affiliate Marketing?

Werfen wir daher im folgenden Ratgeber einen genauen Blick aufs Affiliate Marketing:
Das ist die ulimative Affiliate-Erklärung.

Was du in diesem Beitrag lernst:
 ✓ Was Affiliate Marketing bedeutet und wie es im Detail funktioniert.
✓ Welche Partnerprogramme besonders empfehlenswert sind.

✓ Warum Affiliate Marketing eine Win-Win-Situation darstellt.
✓ Wie du noch heute starten kannst.

Was ist Affiliate Marketing?

Affiliate Marketing ist eine Form der Werbung, die seit den Anfangszeiten des Internets das Bewerben von Produkten revolutioniert hat. Provisionen sind an spezielle Aktionen gebunden, die der Kunde erledigen muss.

In den meisten Fällen bekommt der Werbende (Affiliate) dann eine Provision vom Partnerprogramm ausgezahlt, wenn der Kunde einen Kauf getätigt hat. Online passiert das über spezielle Partnerlinks, die man beispielsweise auf der eigenen Webseite oder in Social Media Kanälen platzieren kann.

Affiliate Marketing Erklärung

Bei Affiliate Marketing handelt es sich also um das Bewerben von Produkten auf Basis einer Vermittlungsprovision. Das Affiliate-Programm zahlt nur dann, wenn es wirklich zu einer Aktion -beispielsweise einem Kauf oder einem Klick auf einen speziellen Link - gekommen ist.

Zu den gängigsten Provisionsmodellen zählen:

  • Pay Per Click (das Unternehmen zahlt für jeden getätigten Klick auf einen Werbelink)
  • Pay Per Lead (das Unternehmen zahlt für jede Kontaktaufnahme)
  • Pay Per Sale (das Unternehmen zahlt für jeden getätigten Kauf)

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Egal bei welchem Partnerprogramm man werben möchte - Affiliate Marketing funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip. Es gibt zwar verschiedene Tracking-Techniken und auch die Provisionsstruktur unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter - das Grundgerüst bleibt aber das gleiche:
Bei abgeschlossener Aktion durch den Kunden gibt's Geld für den Affiliate.

Egal bei welchem Partnerprogramm man werben möchte - Affiliate Marketing funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip. Es gibt zwar verschiedene Tracking-Techniken und auch die Provisionsstruktur unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter - das Grundgerüst bleibt aber das gleiche: Bei abgeschlossener Aktion durch den Kunden gibt's Geld für den Affiliate.

Sehen wir uns Affiliate Marketing anhand eines einfachen Beispiels an:

1. Max besucht die Webseite Coole-Uhren.de.

2. Die Webseite ist ein Blog über Uhren.
Max sucht schon lange nach der richtigen Uhr.

3. Nachdem er sich viele verschiedene Uhren angesehen hat,
möchte er die SuperCool Uhr 3.000 kaufen.
Auf dem Blog kann man zwar keine Uhren direkt kaufen, aber
es gibt viele Links zu Amazon.

4. Der Klick auf den Link führt ihn zur Produktseite bei Amazon.
Im Link befindet sich der Partnercode von coole-uhren.de.

5. Max kauft die Uhr bei Amazon.
Die Server von Amazon tracken, dass er über den Partnercode
von coole-uhren.de eingekauft hat.

6. Die Betreiber von coole-uhren.de bekommen eine
prozentuelle Provision vom Verkaufspreis der Uhr.

Bei vielen Partnerprogrammen ist es übrigens nicht nötig, dass der Kunde sofort kauft. Oft wird ein Affiliate-Cookie gesetzt. Der Affiliate bekommt dann alle Verkäufe zugeschrieben, die der Kunde in der Laufzeit des Cookies getätigt hat. Diese Cookies haben normalerweise eine Laufzeit von 30 - 90 Tagen.

Das Amazon Partnerprogramm kennt zwei Cookie-Arten. Beim normalen Partnerlink werden alle Käufe innerhalb von 24 Stunden getrackt. Beim speziellen "Warenkorb-Partnerlink" werden Käufe innerhalb von 90 Tagen getrackt. 

Top 5: Empfehlenswerte Partnerprogramme

Top 5:
Affiliate Programme

1. Amazon Partnerprogramm

Das Partnerprogramm von Amazon gehört zu den renommiertesten und beliebtesten Affiliate Programmen weltweit. Die Provisionen sind hier noch immer sehr attraktiv und die Anmeldung geht sehr schnell vonstatten. Besonders interessant ist aber, dass es bei Amazon Millionen von Artikeln gibt, die mit einem Klick von der eigenen Webseite verlinkt werden können.

Somit ist es im Prinzip egal, ob man eine Webseite über Windeln, Schuhe oder Handwerkerzubehör hat - mit dem Amazon Partnerprogramm kann nahezu jedes Thema monetarisiert werden und man findet für alles die passenden Produkte.

Die prozentuelle Provision ist abhängig von der Produktkategorie. Die genauen Provisionssätze werden von den Betreibern des Programms regelmäßig geändert. Grundsätzlich kann man aber von bis zu 12% Provision ausgehen, was bei vielen Produkten eine ganze Menge sein kann.

Von allen Affiliate-Einnahmen hat mir das Amazon Partnerprogramm bisher die größten Einkünfte gebracht.

Das Amazon Partnerprogramm funktioniert nach dem PPS-Modell (Pay Per Sale).

2. Digistore24

Besonders große Provisionen am Stück können bei Digistore24 generiert werden.

Digistore24 ist eine Plattform für den Verkauf digitaler Produkte. Das können beispielsweise eBooks, Online-Kurse, Videokurse oder Programme sein. Jeder kann sich bei Digistore24 auch als Affiliate anmelden, um Werbung für die dort verfügbaren Produkte zu machen.

Bei Digistore24 finden sich viele Produkte zu den Themen Business, Investment, Dating, Handwerksratgeber, Reisen und Trading. Am besten lässt sich Digistore24 mit Webseiten in diesem Bereich kombinieren. Natürlich gibt es aber auch noch viele weitere Kategorien, wie beispielsweise Fotografie oder Sport.

Da die Produkte bei Digistore24 doch etwas höherpreisiger sind als beispielsweise die Produkte bei Amazon, muss man mehr Überzeugungsarbeit bei den eigenen Lesern leisten, damit sie bereit sind, dort etwas zu kaufen.

Meine Erfahrungen mit Digistore24 sind durchwegs positiv. Ich habe Links zu digitalen Infoprodukten in besonders lange und hilfreiche Ratgeberartikel auf meinen Seiten eingebaut. Das funktioniert. Auch mit E-Mail-Marketing können Digistore24-Produkte gut beworben werden.

Man sollte jedoch darauf achten, dass man Produkte findet, die wirklich qualitativ sind. Bei Digistore24 gibt es leider auch viele 0-8-15-Kurse, die man nicht unbedingt weiterempfehlen möchte.

Eine Besonderheit bei Digistore24: Lifetime-Vergütungen.

Erklärung: Einige Produktanbieter bei Digistore24 bieten Lifetime-Vergütungen. Handelt es sich beispielsweise um einen Online-Kurs, bei dem ein monatliches Abo abgeschlossen wird, bekommt der Affiliate monatlich Geld.
Erst wenn das Abo vorbei ist, bekommt der Partner kein Geld mehr.

3. Booking.com

Reisecontent funktioniert online fast immer. Vielen fällt es jedoch (v.a. im deutschsprachigen Raum) sehr schwer, diese Webseiten und Inhalte gut zu monetarisieren.

Hier kommt das Programm von Booking.com ins Spiel: Die größte Hotelbuchungsplattform weltweit bietet für Webseitenbetreiber ein attraktives Affiliate-Angebot. Über das Affiliate Partner Center können Links zu Hotels, Regionen oder Länderseiten auf Booking.com generiert werden, die dann in die eigene Webseite eingebaut werden können. Es ist auch möglich, spezielle Booking.com Karten oder Widgets zu generieren. Diese haben eine besonders gute Conversion Rate.

Der größte Vorteil beim Booking Partnerprogramm ist sicherlich die schiere Auswahl an Destinationen und Hotels. Egal, ob man Content über Spanien, Kroatien oder Vietnam produziert - bei Booking gibt es für jede Region dieser Erde Unterkünfte.

Die Provisionen sind attraktiv und wenn man genug Besucher auf der Seite hat, kann ein guter Verdienst realisiert werden - saisonal bedingt kommt das meiste Geld in den Sommermonaten rein.

Einen Nachteil gibt es beim Partnerprogramm jedoch: Es wird kein Cookie gesetzt. Daher muss der Besucher sofort buchen. Sonst bekommt man keine Provision.

Ich bin mir sicher, dass mir dadurch schon viel Geld durch die Lappen gegangen ist. Ändern kann man es aber leider nicht. Man sollte daher versuchen, die Reisenden in der Customer Journey dort abzuholen, wo sie ganz kurz davor sind, eine Buchung durchzuführen. Das kann mit spezifischen Beiträgen (beispielsweise "Die besten Hotels in XYZ direkt am Strand") gut gelingen.

Tipp: Hast du eine eigene Unterkunft? Liste sie bei Booking.com und erhalte mehr Gäste.

4. awin

Bei awin handelt es sich um kein Partnerprogramm im eigentlichen Sinne, sondern um ein ganzes Affiliate Netzwerk.

Erklärung: Ein Affiliate Netzwerk ist ein Unternehmen, welches Advertiser (Firmen, die Werbung betreiben möchten) und Publisher (Webseitenbetreiber) miteinander verbindet.
Hier hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Firmen, mit denen man zusammenarbeiten kann.

Awin existiert seit 2000 und gehört somit zu den ältesten Affiliate Netzwerken. In den letzten Jahren fusionierte der Betreiber mit zanox und affilinet. Somit ist das Unternehmen mittlerweile auch eines der größten Netzwerke. Hinter dem Betreiber steht die Axel Springer Gruppe.

Zu den Advertisern bei awin zählen die Deutsche Bahn, AIDA, Alternate, unitymedia, immowelt, Volkswagen, die Telekom und Parship. Laut Anbieter gibt es mehr als 15.000 Marken im Netzwerk.

Nachdem man beim Netzwerk als Publisher registriert ist, kann man sich bei einzelnen Unternehmen für eine Partnerschaft bewerben. Wird man angenommen, können Tracking-Links produziert und in die eigene Webseite integriert werden. Bei der großen Auswahl an Marken ist es wichtig, sich für die richtigen zu entscheiden, die zum eigenen Content passen.

Ich habe schon gute Erfahrungen mit affilinet gemacht. Seit das Netzwerk mit awin fusioniert ist, arbeite ich mit awin.

5. Check24

Seit der TV-Werbung mit der "Check24"-Familie kennt Check24 im deutschprachigen Raum wohl fast jeder. Auf dem Vergleichsportal können Versicherungen, Kreditangebote, Strom, Reisen und noch viele weitere Leistungen miteinander verglichen werden.

Während der Anbieter wohl selber viel Geld durchs Affiliate Marketing verdient, bietet Check24 auch ein tolles Partnerprogramm an. Das absolute Highlight dabei ist, dass man die Tabellen von Check24 in die eigene Webseite integrieren darf.

Betreibt man beispielsweise eine Webseite über Internet- und Netzwerkdinge, kann man den DSL-Vergleichsrechner integrieren, auf Reisewebseiten den Hotelvergleich und auf Finanzseiten zB. die Stromvergleiche, um den billigsten Stromtarif zu finden.

Ich wollte dieses Affiliate Programm in dieser Liste auf jeden Fall aufführen, da es technisch nicht so versierten Webseitenbetreibern erlaubt, unkompliziert topaktuelle Vergleiche in die eigene Webseite zu integrieren.

Die Provisionen sind ebenfalls nicht schlecht. Für einen vermittelten DSL-Tarif bekommt man zwischen 50 und 80€.

Warum Affiliate Marketing eine Win-Win-Situation darstellt...

Herkömmliche Werbung kann nicht sehr gut gemessen werden.

Bucht ein Unternehmen beispielsweise Plakat- und TV-Werbung, ist es trotz moderner Analysemethoden noch immer schwierig, herauszufinden, wie die Werbung auf die Kunden wirkt, bzw. wie viele Menschen sich wegen der Werbung tatsächlich dazu entschlossen haben, etwas beim Unternehmen zu kaufen.

Das Gegenteil ist beim Affiliate Marketing der Fall.

Die werbende Partei zahlt beim Affiliate Marketing nur dann, wenn es zum erfolgreichen Abschluss gekommen ist. Das Risiko wird also deutlich geringer und auch die Kosten werden an den Erfolg angepasst.

Der Affiliate hat den Vorteil, dass er direkt messen kann, wieviel Erfolg seine Werbemethoden haben. Je besser er die Partnerlinks platziert und bewirbt, desto mehr Einnahmen können generiert werden. Oft sind außerdem höhere Einnahmen möglich, als bei einer klassischen Bannerwerbung, die nicht getrackt wird.

Praxisbeispiel:
So könntest du noch heute starten

In der folgenden Case Study wirst du sehen, wie Affiliate Marketing in der Praxis funktioniert und wie unser fiktiver Beispiel-Geschäftsmann Max ins Affiliate Geschäft einsteigt.

Genau so funktioniert Affiliate Marketing und nach dieser Vorgehensweise bauen heutzutage Tausende ihr Affiliate-Geschäft auf. Die Resultate sind natürlich von sehr vielen Faktoren abhängig - beispielsweise vom gewählten Themenbereich oder vom gewählten Partnerprogramm.

Fang einfach an! Viel falsch machen kannst du anfangs sowieso nicht: Desto früher du startest, desto weniger Leute werden vor dir anfangen.

1. Blog / Webseite zu einem Themenbereich aufbauen

Der 1. Schritt ist, einen "Content Hub" zu deinem Thema zu schaffen.

Überlege, wofür du dich besonders interessierst oder über welches Thema du besonders viel schreiben könntest. Neben deinem Bezug zum Thema ist auch wichtig, dass du daraus im weiteren Verlauf Geld schaffen (also etwas verkaufen) kannst.

Gute Themen für das Bewerben von Produkten sind beispielsweise produktbezogene Themen (zB. spezielle Werkzeuge, wenn man sich fürs Handwerken interessiert) oder Problemthemen (zB. ein alltägliches Problem, was du selber kennst: "Oft müde sein").

Unsere fiktiver Beispiel-Affiliate Max hat sich dazu entschieden, eine Webseite zum Thema "Oft müde sein" zu erstellen. Er leidet selber sehr darunter und hat schon viele Tipps aus dem Internet probiert. Daher kennt er sich mittlerweile schon richtig gut mit dem Thema aus.

Max registriert die Domain "muedehilfe.de" bei einem Anbieter und gestaltet seine Webseite.

2. Webseite mit Inhalten füllen

Nachdem die Webseite online ist, muss sie mit Inhalten gefüllt werden.

Wichtig ist, dass die Webseite umfangreiche Infos zum Thema bietet und Menschen, die das Problem haben, dort wirklich hilfreiche Tipps bekommen.

Wie ich es auch im Beitrag über die Skyscraper Technique erwähnt habe, kann man beispielsweise das Tool kwfinder verwenden, um nach Keywords zum Thema zu suchen. Da die Webseite noch neu ist, sollte man auch auf die Keyword Difficulty schauen - für Keywords mit einem geringen Schweregrad kommt man leichter auf die ersten Plätze bei Google.

Max erstellt auf einem Blatt Papier seinen Content-Plan. Er möchte 15 ausführliche Beiträge zum Thema schreiben, bevor er den Wartungsmodus auf seiner Webseite ausschaltet und die Webseite für Besucher zugänglich macht.

3. Webseite für Suchmaschinen optimieren

Die Webseite muss SEO-optimiert werden, wenn man gute Ergebnisse erzielen möchte.

Das kann beispielsweise mit speziellen WordPress-Plugins geschehen (Yoast SEO). Jeder Beitrag sollte einen einzigartigen Titel und eine einzigartige Suchmaschinenbeschreibung haben. Diesen Teil nennt man On-Page-Seo.

Auch um das Off-Page-Seo muss man sich kümmern. Man sollte versuchen, Links von anderen Webseiten zur eigenen zu bekommen. Das kann man mit dem Kontaktieren von Blogs und dem Kommentieren auf fremden Webseiten erreichen (spammen sollte man aber nicht, sonst macht man sich ganz schnell sehr unbeliebt).

Max optimiert seine Seite. Er sorgt für ein tolles On- und Off-Page-Seo. Schon in den ersten 2 Monaten kommen die ersten Besucher auf seine Webseite.

4. Affiliate-Links einbauen

Die ersten Besucher kommen auf die Webseite - juhu! Sobald täglich ca. 50 Besucher auf der Webseite vorbeischauen, kann mit der Implementierung der Affiliate Links begonnen werden.

Wichtig ist, dass man thematisch passende Produkte bewirbt. Gut funktioniert das Affiliate Marketing auch mit kontextuellen Links. Das heißt, die Links werden mitten im Beitrag an passenden Stellen verlinkt.

Auch Vergleichstabellen, in denen mehrere Produkte miteinander verglichen werden, sorgen für hohe Conversion Rates.

Max baut einige Affiliate-Links zu Info-Produkten rund ums Thema "Müde sein" von Digistore24 ein. Sobald ein Besucher etwas kauft, bekommt Max seine erste Provision!

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