Affiliate Seite erstellen: In 4 Schritten zur eigenen Webseite

Wenn online von einem passiven Nebeneinkommen die Rede ist, wird auch immer wieder das Affiliate Marketing thematisiert. Viele Case Studys zeugen davon, wie Menschen mit einer Affiliate Seite Geld verdienen. Tatsächlich gehört das Affiliate Marketing zu den beliebtesten Methoden, um sich online ein Zusatzeinkommen aufzubauen.

Der größte Vorteil des Affiliate Marketings ist, dass es mit geringen Kosten und niedrigem Aufwand möglich ist, die ersten Euros damit zu verdienen.

Als Basis dient hierbei die eigene Affiliate Seite. Sie wird von interessierten Lesern besucht, die dann über ausgehende Links Dinge bei Online Shops kaufen, wofür der Webseitenbetreiber eine Provision bekommt.

Wenn man online nach Affiliate Marketing sucht, trifft man immer wieder auf erfolgreiche und weniger erfolgreiche Affiliates.

Zwar ist ein gutes Einkommen mit Affiliate Seiten möglich, doch auf dem Weg dorthin kann es viele Stolpersteine geben.

Ich baue mittlerweile seit mehr als 5 Jahren Webseiten auf, die unter anderem auch mit Affiliate Partnerprogrammen monetarisiert werden – und noch heute lerne ich täglich neue Dinge dazu. Meine eigenen Erfahrungen lasse ich ebenfalls in den folgenden Ratgeber einfließen.


Was du in diesem Beitrag erfährst:

  • Was ist eine Affiliate Website überhaupt?
  • Welche Art von Webseiten ist für Affiliate Einsteiger die beste?
  • Was sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Seite?
  • Welches ist das bekannteste Partnerprogramm?
  • Wie baue ich eine Affiliate Seite auf?
  • Wie erstelle ich Webseiten-Inhalte, die ranken?

Was ist eine Affiliate Seite?

Screenshot von Chip.de – eine der größten Affiliate Seiten in Deutschland

Als “Affiliate Seiten” werden Webseiten bezeichnet, die mithilfe von Affiliate Partnerprogrammen monetarisiert werden.

Die Betreiber dieser Seiten verdienen Geld, wenn Nutzer über ausgehende Links etwas kaufen.

Als Beispiel wären hier etwa die Angebote von Chip.de oder Vergleich.org zu erwähnen.

Wenn ein Nutzer über einen Link zu einem externen Online Shop gelangt und dort ein Produkt kauft, erhält der Webseitenbetreiber eine Provision. Diese wird meist pro verkauftem Produkt ausgeschüttet.

Bei den meisten Partnerprogrammen muss es nicht einmal das empfohlene Produkt sein!

Screenshots aus dem Amazon Partnernet

Wenn ein Leser beispielsweise über einen Affiliate Link für Gartenroboter auf Amazon.de gelangt und dann aber etwas ganz anderes kauft (etwa einen Fernseher), erhält der Affiliate trotzdem eine Provision.

Hat die Seite genügend Besucher pro Monat, können auch richtig hohe Affiliate Provisionen anfallen.

Bei mehr als 10.000 Besuchern pro Monat – was bei der richtigen Themenauswahl und ansprechenden Inhalten durchaus schnell erreicht ist – sind Einnahmen ab 350€ aufwärts (pro Monat) möglich.

Natürlich ist das nur eine sehr grobe Schätzung, doch sie zeigt, dass man sich mit einer Affiliate Seite ein gutes passives Einkommen aufbauen kann.

Was ist eine Nischenseite?

Beispiel einer Nischenseite: mini-beamer-test.net

Eine Nischenseite ist eine besondere Form von Affiliate Seite.

Während man auch große Online-Portale als Affiliate Seiten betiteln kann, ist eine Nischenseite eine spezielle Form von Affiliate Websites.

Hier ist der Name Programm: Der Webseitenbetreiber sucht sich für die Seite eine genau definierte Nische aus, für die dann Inhalte produziert werden.

Als Beispiele wären hier Dinge wie Staubsaugerroboter für Allergiker, Gadgets für Katzen oder mobile Projektoren für Lehrer zu nennen.

Nischenseite zu einem großflächigeren Thema (Garten) – nachgeharkt

Es ist aber nicht zwingend nötig, dass es sich bei der Nischenseite um eine produktbezogene Webseite handelt.

Es kann sich auch um eine Webseite handeln, die Probleme löst – etwa eine Nischenseite für Menschen mit hoher Geräuschempfindlichkeit. Hier bestünde die Möglichkeit, passende Noise-Cancelling-Kopfhörer zu empfehlen.

Außerdem gibt es ja nicht nur Partnerprogramme für physikalische Produkte. Wer eine Webseite zu einer Reisedestination erstellen will, der kann auch das machen – hier gibt es dann passende Reise Affiliate Programme.

Tipp: Für Affiliate Einsteiger sind Nischenseiten die beste Methode, um schnell den symbolischen ersten Euro zu verdienen. Bei Nischen ist die Wahrscheinlichkeit schlichtweg höher, einen Bereich mit sehr geringer Konkurrenz zu finden.

Was ist eine Authority Site?

Authority Site zum Thema Finanzen: Nerdwallet.com

Im Gegensatz zu Nischenseiten gibt es Authority Sites.

Das sind – wie es der Name schon sagt – Webseiten mit einer hohen “Autorität”.

Eine Authority Site verfolgt einen etwas anderen Ansatz als Nischenseiten.

Während bei Nischenseiten der Fokus nicht unbedingt auf der höchstmöglichen Qualität liegt, steht diese bei Authority Sites im Mittelpunkt.

Eine Authority Site soll zu einer “Autorität” in einem bestimmten Thema werden.

Finanzportal Finanzen.net

Beispiele wären hier etwa die Seite Finanzen.net im Finanzbereich oder SearchEngineJournal.com im Suchmaschinen-Optimierungs-Bereich.

Das sind große Webseiten, die sich über Jahre hinweg eine treue Leserschaft aufbauen. Die Leser vertrauen der Webseite auch in diesem bestimmten Bereich.

Google erkennt diese Autorität auch an – und reiht die Webseite noch weiter vorne in den Rankings.

Jederzeit die besten und ausführlichsten Inhalte und Informationen zu einem bestimmten Thema liefern – das ist das Ziel einer jeden Authority Site.

Eine Authority Site aufzubauen verlangt jedoch viel Einsatz, Willenskraft und Geduld. Außerdem besteht eine Authority Site irgendwann einmal aus hunderten von verschiedenen Artikeln – eine Nischenseite kann auch nur 20 oder 30 Unterseiten haben.

Tipp: Authority Sites sind der richtige Weg, wenn man bereits genug Erfahrungen mit einfachen Nischenseiten gesammelt hat. Bei diesen Seiten steht anfangs nicht das Geldverdienen an erster Stelle, sondern der Aufbau des Vertrauens bei den eigenen Lesern und bei Google.

Meine Erfahrungen mit Affiliate Seiten

Screenshot eines Beitrags auf meiner Webseite mobilewlanrouter.net

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, baue ich bereits seit mehr als 5 Jahren diverse Webseiten auf, die dann meist auch mit Affiliate Programmen monetarisiert werden.

Dominant war hierbei lange Zeit das Partnerprogramm von Amazon, doch mittlerweile ist es ein Mix aus verschiedenen Affiliate Programmen geworden.

Wenn ich eine neue Webseite zu einem Thema aufbaue, durchlaufe ich immer verschiedene Gefühlsphasen. So wird es wohl vielen Affiliates und Online Marketern gehen.

Der alte WordPress Texteditor, mit dem ich die meisten Beiträge geschrieben habe

In der ersten Phase baut man die Webseite auf und schreibt (fast) täglich neue Artikel. Die Webseite wächst, doch die Besucherzahlen befinden sich bei Null oder im unteren zweistelligen Bereich. In dieser Zeit verliert man dann nach einigen Wochen meist die Motivation – doch genau hier muss durchgedrückt werden.

Beispiel bei einer neuen Seite:
Ab dem 5. Monat kamen die Rankings – und damit auch die Besucher

Nach wenigen Monaten (3-6) beginnt Google damit, die ersten Unterseiten weiter vorne zu ranken. Das ist auch der Zeitpunkt, wo die Besucherzahlen stark steigen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man in den vergangenen Monaten genug “rankworthy Content” produziert hat – also Content, den Google ranken möchte.

Nach und nach wächst die Seite – und je mehr passende Inhalte man produziert, desto mehr Besucher kommen auf die Seite und desto mehr Einnahmen werden generiert.

Zwei meiner drei ersten Affiliate Websites generieren nach 5 Jahren noch immer ein nettes Nebeneinkommen. Dass es sich dabei um völlig passives Einkommen handelt, stimmt aber nicht.

Eine meiner ersten Nischenseiten: Im Jahr 2020 hatte die Seite 160.000 Views

Ich mache einmal pro Monat einen Check, wo ich alle Unterseiten überfliege und neue Produkte einpflege. Die Webseite soll für die Besucher schließlich relevant bleiben.

Wichtige Dinge, die ich in den letzten 5 Jahren gelernt habe:

  • Produziere Inhalte für deine Besucher, nicht für Google
    Obwohl SEO ja eigentlich für Suchmaschinenoptimierung steht, sollten Online Marketer ihren Fokus völlig auf den Besucher legen. Mittlerweile erkennt die Suchmaschine bereits ziemlich genau, welche Seiten die Besucher relevant finden und welche nicht. Keyword-Stuffing oder andere Blackhat-Methoden bringen dich im Jahr 2021 nicht weiter.
  • Sei besser als deine Konkurrenz
    Heutzutage gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist man besser als die Webseiten-Konkurrenz oder man verschwindet auf Seite 3 bei Google. Nur wer den besten und ausführlichsten Content liefert, rankt. Bei manchen Nischenthemen ist es (vor allem im deutschsprachigen Bereich) aber nicht schwer, besser als die Konkurrenz zu sein.
  • Verstehe die Suchintention
    Bevor man mit dem Verfassen eines Beitrags beginnt, muss man die Suchintention verstehen. Dafür sollte man das angepeilte Keyword vorher googeln. Beispiel: Wenn nur Online Shops auf der ersten Seite sind, wird es eine Affiliate Seite schwer haben. Wenn aber bereits andere Affiliate Seiten in den Rankings dabei sind, sollte das Ranken auch für die eigene Seite nicht allzu schwer fallen.
  • Sorge für eine hohe Selbstmotivation
    Viele Affiliate Marketer scheitern aus einem sehr banalen Grund – sie verlieren die Motivation, bevor die Webseite so richtig Fahrt aufnimmt. Damit man motiviert bleibt, sollte man sich für ein Thema entscheiden, welches einen interessiert. Man muss schließlich bedenken, dass man viele Artikel zu diesem Thema schreiben wird. Und es müssen einzigartige und nützliche Inhalte sein!
  • Keyword-Recherche ist sehr wichtig
    Zugegeben: Ich habe diesen Teil der Suchmaschinenoptimierung selbst lange vernachlässigt. Über Jahre hinweg habe ich der Keyword-Recherche zu wenig Aufmerksamkeit gegeben. Anstatt eine ausführliche Recherche mit Konkurrenz-Analyse zu machen, habe ich einfach mit dem Schreiben begonnen – oft für Themen, für die ich nie und nimmer auf die erste Seite bei Google kommen könnte. Erst in den letzten 1-2 Jahren bin ich mir der Relevanz der Keyword-Recherche richtig bewusst geworden. Also: Schreibe nur für Keywords, bei denen du eine ausführliche Konkurrenzanalyse gemacht hast. Bei neuen Webseiten muss die Konkurrenz extrem schwach sein. Hat die Seite bereits etwas Autorität aufgebaut, kann man auch etwas schwierigere Keywords in Angriff nehmen.
  • Sei ehrlich
    Zu guter Letzt noch ein äußerst wichtiger Punkt, den viele Affiliate Marketer nicht verstehen: Ehrlichkeit lohnt sich. Billige Produktseiten ohne Mehrwert für den Leser verlieren auf kurz oder lang. Empfehle nur Produkte, die du auch selber kaufen würdest. Traue dich außerdem, bei schlechten Produkten auch eine negative Meinung abzugeben. Nur wer ehrlich ist, kann zur Autorität werden.

Was sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Affiliate Seite?

Nischen-Recherche bei KWfinder.com

Um eine erfolgreiche Affiliate Seite aufzubauen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Nur wenn diese Dinge passen, wird man langfristig Erfolg mit der Webseite haben.

Wie bereits weiter oben beschrieben, ist die richtige Nische das A und O bei der Erstellung einer Webseite. Ich habe anfangs nur wenig Wert auf die Konkurrenzanalyse gelegt. Die Folge: Obwohl ich alle Webseiten nach dem gleichen Prinzip aufgebaut habe, haben manche noch jetzt mehrere hundert Besucher pro Tag, während andere im ein- bis zweistelligen Bereich herumdümpeln.

Zwar sollte der Fokus im langfristigen Verlauf auf dem bestmöglichen Content liegen, doch vor dem Start muss eine ausgeklügelte Konkurrenzanalyse erfolgen.

Tipp: Ein gutes Tool für Konkurrenzanalysen ist der KWfinder von Mangools. Nutzer können damit ein Keyword eingeben und automatisch sehen, wie der Konkurrenzwert für ein Keyword ist.

Eine weitere wichtige Voraussetzung: Die Bereitschaft über mehrere Monate Beiträge zu schreiben – auch wenn noch keine Besucher da sind.

Vor allem als Einsteiger verliert man schnell die Motivation, wenn nach mehreren Monaten noch immer keine Rankings da sind. 

Experten reden in diesem Zusammenhang von der Google Sandbox. Das ist eine Art künstliche Blase, in die neue Webseiten von Google gesteckt werden. Anfangs hat man also fast gar keine Chance, zu ranken.

Doch die Determination zahlt sich über einen längeren Zeitraum aus – und dann kommen täglich viele Besucher, auch wenn man gar nicht mehr regelmäßig Beiträge veröffentlicht.

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Affiliate Seite:

  • Willenskraft in den ersten Monaten
  • Detaillierte Konkurrenzanalyse
  • Anfangs nur Beiträge für Keywords mit schwacher Konkurrenz
  • Nicht nur produktbezogene Werbebeiträge schreiben (50% produktbezogen, 50% hilfreiche Ratgeber)
  • Skyscraper-Technique anwenden
  • Nicht zu schnell aufgeben

Kann jeder eine eigene Affiliate Seite erstellen?

Screenshots aus WordPress

Auch ohne Programmierkenntnisse kann jeder seine eigene Affiliate Seite erstellen.

Heutzutage gibt es genügend Content Mangement Systeme wie WordPress oder Wix.com, mit denen auch ohne Code Webseiten erstellt werden können.

Theoretisch kann jeder Affiliate Seiten erstellen – doch es gibt einige Dinge, die man als Person mitbringen sollte, um langfristig damit Erfolg zu haben.

Ein wichtiger Punkt sind gute Deutschkenntnisse.

Für gute Google Rankings sind noch immer qualitativ hochwertige Texte das Maß aller Dinge. Nur wenn der Text die Suchintention des Nutzers befriedigt, wird die Seite ranken.

Ist der Text voller Rechtschreibfehler oder einfach nur schlecht zu lesen, werden die Nutzer schnell abspringen – und das sorgt für schlechte Rankings.

Auch für diesen Beitrag habe ich teilweise HTML und CSS genutzt

Weiters sind rudimentäre Kenntnisse in HTML und CSS von Vorteil.

Bei vielen Affiliate Programmen ist es so, dass man HTML-Codes manuell einfügen kann. Wer bisher noch gar nicht mit HTML gearbeitet hat, dürfte Probleme damit haben. Daher sind anfängliche Kenntnisse in diesem Bereich hilfreich.

Last but not least: Die Bereitschaft, viel vor dem PC zu sitzen.

Das Affiliate Business findet zu 100% vor dem Computer statt. Das kann sich manchmal ziemlich einsam anfühlen. Wer sich voll und ganz dem Affiliate Marketing widmen möchte, der sollte eine introvertierte Seele sein, die die Ruhe genießen kann.

Wer ständig viele Menschen um sich braucht, sollte sich vielleicht für einen anderen Einkommenszweig entscheiden.

Welches ist das bekannteste Partnerprogramm?

Screenshots von partnernet.amazon.de

Das wohl mit Abstand bekannteste Partnerprogramm ist jenes von Amazon.

Der Online-Gigant hat bereits vor der Jahrtausendwende als einer der ersten das Amazon Affiliate Programm auf den Markt gebracht. Das ist wohl auch einer der Gründe für den großen Erfolg des Unternehmens.

Auch heute binden viele große Magazine wie Chip.de oder Computerbild.de Links zu Amazon ein, um damit Geld zu verdienen.

Nahezu alle Produkte bei Amazon.de können mit dem Partnerprogramm beworben werden. Außerdem kann man sich entscheiden, ob man einzelne Produkte oder eine Übersichtsseite verlinkt.

Mit dem Amazon SiteStripe können Links kinderleicht erstellt werden

Affiliates sehen die Amazon-Seite nach dem Log-In als Affiliate etwas anders: Oben gibt es den SiteStripe – Affiliates können damit für jede Unterseite einen passenden Link erstellen.

Die größten Vorteile des Amazon Partnerprogramms:

  • Amazon genießt bei vielen Käufern mittlerweile ein hohes Vertrauen. Daher ist die Conversion Rate im Vergleich zu anderen Online Shops hoch.
  • Durch die große Produktvielfalt findet man für nahezu jeden Themenbereich hunderte Produkte – wenn nicht sogar tausende.
  • Obwohl Amazon die Vergütungen in den letzten Jahren gesenkt hat, bekommt man bei vielen Produkten noch immer eine hohe Provision – vor allem im Vergleich mit anderen Online Shops.
  • Das Amazon Affiliate Backend ist leicht und intuitiv bedienbar. Auch neue Affiliates sollten sich schnell zurechtfinden und erste Links generieren können.
  • Für das Amazon Partnerprogramm gibt es mittlerweile viele kostenlose Plugins für WordPress (manche sind auch kostenpflichtig), die Produkte auf der Webseite automatisch aktualisieren – inklusive Produktbildern und Preisen.
  • Mit Amazon hat man als Affiliate einen vertrauenswürdigen Partner, der Auszahlungen auch regelmäßig vornimmt. Zum Monatswechsel erhält man das Geld von Amazon.

Bei mir ist das Amazon Partnerprogramm noch immer eines der ertragreichsten Affiliate Programme. Mit einer jährlichen fünfstelligen Summe gehört es zu den wichtigsten Standbeinen, obwohl ich mich in den letzten Jahren immer unabhängiger von diesem Programm gemacht habe.

Affiliate Seite erstellen: Schritt für Schritt

1. Nische finden & Recherche durchführen

Geheimtipp für Produktideen: Thieve.co

Im allerersten Schritt muss eine Nische gefunden werden.

Wer den oberen Teil des Beitrags auch durchgelesen hat, der weiß, was jetzt kommt: Die Keyword-Recherche. Sie ist am Anfang das allerwichtigste.

Nur wer ein Keyword mit geringer Konkurrenz findet, wird schnell die ersten Euros mit der Seite verdienen. Generell ist die Themenrecherche einer der Grundpfeiler für den Erfolg einer Affiliate Seite. 

Doch wie kann eine Nische gefunden werden?

  • Brainstorming
    Setze dich vor ein leeres Blatt Papier und schreibe alle Themen auf, für die du dich potentiell interessierst.
  • Besuche Amazon.de
    Gehe auf die Webseite von Amazon und stöbere durch die wildesten Produktkategorien. Schreibe auch hier auf, welche Themen infrage kommen.
  • Surfe im Netz
    Auch Seiten wie Wikipedia oder Social Networks wie Reddit können eine Goldgrube für die Themenfindung sein. Schreibe auch hier Themen auf.
  • Suche Konkurrenzseiten
    Mach dich auf die Suche nach anderen Affiliate Seiten und schau, welche Themen diese Seiten abdecken. Das könnte auch für deine Seite hilfreich sein.

Die Themen müssen “nischig” genug sein.

Passende Themen: Gamingsessel, Saugroboter für Allergiker, Waagen für Haustiere, Tipps für einen natürlichen Garten

Zu oberflächliche Themen: Saugroboter, Waagen, Laptops

Wie diese Beispiele gezeigt haben, sollte das Thema wirklich nur auf eine Nische spezialisiert sein – wenn man vorhat, eine Nischenseite zu erstellen.

Die gefundenen Keywords werden anschließend in ein Tool wie KWfinder eingetragen.

Keywordrecherche bei KWfinder

Ein Keyword ist für den Anfang in Ordnung, wenn…

  • … wenigstens 2 der Resultate eine Page Authority und Domain Authority unter 30 haben.
  • … die Keyword Difficulty im KWfinder unter 30 ist.
  • … weitere Affiliate Seiten im Ranking sind.
  • … manche Seiten 0 Backlinks haben.
  • … nicht alle Resultate bereits das genaue Keyword im SEO-Titel haben.

Noch bevor man die Domain registriert, sollte man 5-10 Keywords finden, die den genannten Kriterien entsprechen. Das werden dann die ersten 5-10 Beiträge auf der neuen Webseite.

Am Ende dieses Schrittes solltest du eine Liste von Keywords haben, die den Keyword-Kriterien entsprechen. Ein Keyword ist das “Haupt-Keyword”, auf welches auch die Startseite ausgerichtet wird.

2. Webseite erstellen

Suche nach Hosting-Angeboten für WordPress

Nach der Recherche muss die Webseite erstellt werden.

Zuerst muss man sich für einen Domain-Namen entscheiden, welcher dann das Aushängeschild der Webseite darstellt.

Noch vor wenigen Jahren waren Direct-Name-Domains sehr populär, doch dies hat sich mittlerweile geändert. Domains wie Saugroboter-Test.de oder Gamingsessel-Vergleich.net wirken billig und unprofessionell.

Wer langfristig eine erfolgreiche Nischenseite aufbauen möchte, der benötigt einen Markennamen.

Ist das Ziel eine Gamingsessel-Seite, dann würden etwa solche Namen infrage kommen:

  • gamerrr.de
  • gamercheck.net
  • sesselprofi.de
  • sesselz.net

Mit der Domain kommt auch der Markenname – dieser ist langfristig ein Wiedererkennungsfaktor.

Für die Webseite verwende ich meist das Content Management System WordPress.

WordPress kann bei jedem beliebigen PHP-Hoster installiert und aktiviert werden.

Ein Content Management System funktioniert im Grunde wie eine Konfigurationsplattform für die eigene Webseite. Als Inhaber der Seite kann man Seiten und Beiträge hinzufügen und bearbeiten. Bei WordPress ähnelte der Editor lange Zeit etwas dem Design von Word, mittlerweile gibt es einen moderneren Editor.

Eines der besten Plugins für WordPress: Rank Math SEO

Nachdem WordPress beim Hoster deiner Wahl installiert ist und du eingeloggt bist, empfiehlt sich die Installation einiger Plugins.

Besonders wichtige Plugins haben mit SEO zu tun, denn sie können deine Suchmaschinenplatzierung beeinflussen.

Ein wichtiges Werkzeug für deine Affiliate Seite ist ein SEO-Plugin wie Yoast oder RankMath. Die Plugins zeigen dir während dem Schreiben, wie gut der Beitrag für ein bestimmtes Keyword optimiert ist.

Nachdem du einen Beitrag veröffentlicht hast, kannst du noch einmal die einzelnen Punkte durchgehen und überprüfen, welche Dinge du verbessern könntest.

Kommen wir zum Design: Auch das ist für den Erfolg deiner Affiliate Seite relevant.

Heutzutage erwarten deine Besucher (und auch Google), dass deine Seite modern und responsive ist.

Tipp: Es gibt auch viele kostenlose Plugins für WordPress

Responsive bedeutet, dass sich die Seite automatisch an bestimmte Bildschirmgrößen anpasst. Eine responsive Seite schaut also auf einem PC, Laptop, iPad und Smartphone gut aus.

Günstige Designs für deine WordPress Seite erhältst du beispielsweise bei ThemeForest.

3. Passende Inhalte erstellen & veröffentlichen

Das Grundgerüst der Webseite steht – jetzt wird es Zeit für die Veröffentlichung der ersten Inhalte.

Aus Punkt 1 haben wir bereits eine Liste von 5-10 Keywords, für die passende Beiträge erstellt werden sollen.

Noch ein Punkt zur Keyword-Recherche: Besonders gut kommen Beiträge an, die eine Liste von speziellen Produkten vorstellen.

Erstellst du beispielsweise eine Seite zu Gamingsesseln, dann empfehlen sich Beitragstitel wie “Die besten Gamingsessel im Jahr 2021”.

Gut recherchierte Best-Of-Artikel sind bei vielen Lesern sehr beliebt und sorgen bei Affiliate Seiten oft für die größten Einnahmen.

Beispiel eines Best-Of-Artikels auf ExpertReviews.co.uk

Der Fokus liegt hierbei aber wirklich auf GUT RECHERCHIERT.

Bei der Veröffentlichung passender und relevanter Inhalte werden die Webseiten gewinnen, die dem Leser den größten Mehrwert bieten.

Google erkennt mittlerweile ziemlich treffsicher, welche Webseiten bei den Suchenden gut ankommen – und welche nicht.

Bei der Erstellung von Beiträgen helfen auch Tools wie Frase.io – nach der Eingabe eines Themas analysiert Frase alle Webseiten auf der ersten Seite bei Google. Anschließend wird dem Autor angezeigt, welche Themen auf den anderen Seiten vorkommen.

Dadurch sieht man, welche Themen-Cluster man im eigenen Beitrag thematisieren sollte.

Voraussetzungen für einen erfolgreichen Inhalt:

  • Skyscraper
    Der Beitrag soll zu dem gewählten Keyword mehr bieten, als andere Artikel auf der ersten Seite bei Google. Die Skyscraper-Technique hat sich bei vielen SEOs bereits bewährt und ist vergleichsweise einfach durchzuführen: Recherchiere und schreibe mehr zu einem Thema, als die Konkurrenz. Die Seite sollte sich auch durch andere Sachen abheben – etwa eine sehr hohe Benutzerfreundlichkeit, Grafiken und ehrliche Meinungen.
  • Unmittelbare Information
    Internet-Nutzer haben heutzutage eine sehr geringe Aufmerksamkeitsspanne. Wenn jemand nach dem besten Gamingsessel googelt, will er sofort die besten Produkte sehen. Daher sollten auch bei längeren Beiträgen ganz oben Quicklinks gesetzt werden, durch die der Leser sofort zu den wichtigsten Bereichen im Text kommt. Oft helfen auch sogenannte “Auf einen Blick”-Boxen, die alle wichtigen Infos ganz oben zusammenfassen.
  • Gute Rechtschreibung
    Vertrauen ist im Internet ein wichtiges Thema – allzu oft findet man online unseriös anmutende Seiten mit grauenhafter Rechtschreibung. Das schreckt Nutzer ab und verschlechtert die Conversion Rate drastisch. Achte daher auf einen seriösen Webauftritt. Und der geht nunmal mit einer hervorragenden Rechtschreibung einher.
  • Attraktives Design
    Die schöne Ausgestaltung eines jeden Beitrags gehört auch zur Inhaltserstellung. Der Beitrag soll nicht nur was den Text betrifft die Suchintention des Lesers erfüllen, sondern auch für die Augen schön anzusehen sein.

4. SEO-Maßnahmen durchführen

Die SEO-Toolbox von Yoast SEO (WordPress Plugin)

Wenn die Webseite steht, die ersten Beiträge online sind und du auch mit dem Design zufrieden bist, fehlt eigentlich nur noch eines: Die ersten Besucher!

Besucher werden jedoch nur dann auf die Webseite kommen, wenn deine Webseite in Suchmaschinen gefunden werden kann.

Dafür gibt es SEO – Suchmaschinenoptimierung.

SEO ist ein Teilbereich des Online Marketings, indem es darum geht, die Webseite so gut es geht auf die Anforderungen von Google & Co. auszurichten.

Wir unterscheiden zwischen Onpage- und Offpage-SEO.

Onpage-SEO sind die Maßnahmen, die man direkt auf der eigenen Webseite durchführen kann.

Die meisten Dinge werden da von Tools wie Yoast oder RankMath durchgeführt – du kannst jedoch auch selbst nachhelfen: Sorge dafür, dass die Suchmaschine leicht versteht, worum es in einem Beitrag geht.

Außerdem sollte die Webseite schnell und benutzerfreundlich sein.

In diesem Zusammenhang empfehlen sich die Tools PageSpeed Insights (zum Testen der Schnelligkeit) und die Google Search Console mit dem Core Web Vitals Bericht.

Bei den Core Web Vitals handelt es sich um Grundlagen, die erfüllt werden sollten, damit eine Webseite als benutzerfreundlich gilt.

Unter Offpage-SEO versteht man Dinge, die nicht direkt auf der eigenen Seite durchgeführt werden.

Offpage-SEO ist beispielsweise das Aufbauen von Backlinks.

Backlinks sind noch immer ein wichtiger Rankingfaktor bei Google – sie zeigen dem Suchmaschinenunternehmen nämlich an, wie beliebt und vertrauenswürdig eine Seite ist. Wenn deine Webseite beispielsweise einen Link von einer sehr großen und bekannten Seite hat, zeigt das Google, dass auch deine Seite relevant ist. Deine Seite wird dementsprechend höher gerankt.

Der Backlink-Aufbau kann mühsam und langwierig dauern. Er ist jedoch einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer Webseite.

Um Backlinks aufzubauen, sollte man vor allem Unique Content erstellen, zu welchem andere Webseiten gerne verlinken.

Solche Inhalte werden auch “Linkable Content” bezeichnet:

  • Ressourcen-Seiten
    Darunter versteht man Webseiten, die als Ressource für andere Seiten dienen. Solche Ressourcen-Seiten werden gerne verlinkt, da sie als Quelle für Inhalte dienen. Ressourcen-Seiten können beispielsweise Auflistungen von Statistiken oder Studien sein – auch Websites mit kostenlosen Downloads oder einzigartigen, belegten Informationen sind Ressourcen-Seiten. Beispiel: Der Digital Quality of Life Index ist eine einzigartige Ressourcen-Seite, die von Surfshark für Backlinks erstellt wurde.
  • Infografiken
    Grafiken, die Informationen bieten und von anderen kopiert werden dürfen, sind auch linkable. Wichtig: Die Grafik sollte mit einem Hinweis versehen sein, dass sie nur dann kopiert werden darf, wenn man auch einen Backlink dafür bekommt.
  • Detaillierte Case Studys
    Webseiten-Betreiber verlinken auch immer gerne zu thematisch relevanten Fallstudien. Es lohnt sich daher, Experimente im eigenen Themenbereich durchzuführen und diese dann dementsprechend als Case Study auszuarbeiten.
  • Einzigartige Anleitungen
    Auch Anleitungen sind eigentlich eine kostenlose Ressource, die gerne verlinkt wird.

Backlinks können auch aufgebaut werden, indem man einen Gastbeitrag für einen anderen Blog schreibt. Hier muss man anfangs mit anderen Webseiten-Betreibern in Kontakt treten – etwa per Mail.

Übrigens: Ganz am Anfang zählt auch die Eintragung in der Google Search Console zum Offpage-SEO.

Was kommt danach?

Die Webseite steht, die ersten Inhalte sind online und auch SEO-Maßnahmen wurden gesetzt.

Wenn all diese Dinge erledigt sind, heißt es: Abwarten, mehr Inhalte produzieren und Tee trinken.

Normalerweise sollte es in 4-6 Monaten zu den ersten relevanten Rankings kommen. Dann kommen auch mehr Besucher.

Eine Webseite ist nie fertig optimiert. Es gibt immer was zu tun – es können etwa die Webseitengeschwindigkeit verbessert oder ältere Inhalte aktualisiert werden. Auch das Design sollte auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Tipp: Wirf einen Blick in den Beitrag zur Skyscraper-Technik.

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