Affiliate Marketing: 7 Beispiele

Affiliate Marketing Reale Beispiele

Affiliate Marketing ist eine der besten Möglichkeiten, um das eigene Online-Projekt zu monetarisieren.

Dabei ist es (meist) egal, ob man eine Webseite, einen YouTube-Kanal oder einen Podcast betreibt: Mit Affiliate Links wird es möglich, aus Besuchern Käufer zu machen.

Das Internet ist heutzutage voller Partnerlinks. Große Magazine wie Chip.de, bekannte Lifestyle-Youtuber wie Bibis Beauty Palace (in die Video-Beschreibung schauen) oder kleine Nischenseiten – überall findet man die abgekürzten Links zu Online-Shops wie Amazon oder eBay.

In diesem Beitrag sehen wir uns 7 Beispiele von Affiliate Marketing einmal etwas genauer an.



Was ist Affiliate Marketing?

Beim Affiliate Marketing handelt es sich um eine populäre Methode der Online-Werbung.

Sie ist bei Online-Shops und anderen Angeboten im Internet deshalb so beliebt, weil nur leistungsbasierte Provisionen ausbezahlt werden.

Affiliate Marketing – erklärt auf der Partner-Webseite von Amazon.de

Im Klartext bedeutet das: Ein Online-Shop muss dem Publisher (Affiliate) nur dann etwas bezahlen, wenn dieser auch wirklich einen Verkauf generiert hat.

Das steht im Gegensatz zur herkömmlichen Werbung, wo bereits alleine für einen Banner oder eine Werbefläche Geld bezahlt werden muss – egal ob darüber ein Verkauf generiert wurde oder nicht.

So bekommst du beim Affiliate Marketing eine Provision:

  1. Jemand kommt auf deine Webseite. Er liest einen Beitrag.
  2. Der Besucher klickt auf einen Affiliate Link. Er wird zum Online-Shop (zB. Amazon) weitergeleitet.
  3. Er kauft das Produkt, zu welchem du in deinem Beitrag verlinkst.
  4. Du bekommst einen fixen Prozentsatz. Dieser ist abhängig von der Produktkategorie.

Hinweis: In diesem Beitrag findest du 9 Dinge, auf die man als Affiliate beim Amazon Partnerprogramm besonders achten sollte.

Wieviel kann man mit Affiliate Marketing verdienen?

Affiliate Marketing ist immer wieder Thema, wenn es ums Geldverdienen im Internet geht.

Manche behaupten, dass man mit Affiliate Marketing und etwas Glück von schnell reich werden kann, andere wiederum, dass man mit Affiliate Marketing nichts verdienen kann und der Zug bereits abgefahren ist.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Ich konnte mit Affiliate Marketing in den vergangenen Jahren viele positive Ergebnisse erzielen.

Trotzdem befinde ich mich wohl eher im unteren Teil der Affiliate-Pyramide, schließlich gibt es Leute, die mit Affiliate Marketing pro Woche fünfstellige Beträge generieren – laut eigenen Angaben.

Empfehlenswerte Affiliate-Einnahmenberichte anderer Blogs:

  • Alexander Jakob (generiert mit einer Affiliate Seite manchmal mehr als 1.000€ pro Monat)
  • Matthew Woodward (hat im November 2017 mit Affiliate Programmen mehr als 21.700$ verdient)
  • R.J. Weiss (hat auf seinem Blog im August 2018 mit Affiliate Marketing ungefähr 9.000$ verdient)
  • Jon vom Fat Stacks Blog (hat im Januar 2019 mit Affiliate Marketing auf seinen 7 Nischenseiten mehr als 30.000$ verdient)
  • Projecter.de Umfrage (mehr als 250 Affiliates wurden befragt, wieviel sie mit Affiliate Marketing verdienen – die Ergebnisse sind dabei teilweise ziemlich überraschend)

Meine Meinung zu diesem Thema ist, dass es vor allem vom eigenen Engagement und Fleiß abhängt, wieviel man mit Affiliate Marketing verdient.

Natürlich spielen auch andere Faktoren eine wesentliche Rolle, zB. ob man die richtige Nische gefunden hat – oder das ausgewählte Partnerprogramm.

7 Affiliate Marketing Beispiele

1. Nischenseiten

Auch in der oben verlinkten Umfrage das beliebteste Mittel für effektives Affiliate Marketing: Content Marketing.

Und Content Marketing funktioniert auf Nischenseiten ideal.

Das sind Webseiten (meist WordPress-Blogs), die sich auf ein ganz spezielles Thema fokussieren.

Idealerweise handelt es sich dabei um ein Thema, welches gut monetarisiert werden kann. Das kann beispielsweise eine Produktseite oder ein Reiseblog sein.

Bei Produkt-Nischenseiten funktionieren produktbasierte Partnerprogramme, wie das von Amazon, am besten. Natürlich kann man aber auch eine Nischenseite zu einem Problem erstellen – dann könnte man digitale Produkte bewerben.

Vorgehensweise: Um mit einer Nischenseite Geld zu verdienen, werden anfangs viele Blogbeiträge zum Thema geschrieben. Sind die Blogbeiträge gut, fängt die Seite an, bei Google zu ranken. Sobald Besucher auf die Seite kommen, klicken einige davon auf Affiliate Links – und du bekommst deine Provision.

Klassische Nischenseite: Auf dem ganzen Blog geht es nur um Bluetooth Lautsprecher

In diesem Beitrag zeige ich in einer kurzen Case Study, wie wir eine Nischenseite dazu gebracht haben, in Spitzenmonaten 400€ abzuwerfen.

2. PPC (Pay per Click) Werbung

PPC oder auch “Pay per Click” bezeichnet ein Online-Werbemodell, bei welchem nach Klicks abgerechnet wird.

Affiliates machen sich PPC zu Nutze, um mit PPC-Werbung (beispielsweise bei Google) für andere Angebote zu werben, bei welchen sie eine Provision bekommen.

Ist der Preis pro Conversion (also pro getätigtem Kauf) bei Google Ads niedriger, als die Provision, die der Affiliate bei einem Verkauf bekommt, macht er Profit.

So sehen PPC-Werbungen bei Google Ads aus. (Realer Screenshot von Google)

Fiktives Beispiel: Ein Affiliate macht bei Google Ads Werbung für ein VPN-Programm. Pro Verkauf bekommt der Affiliate 30€ Provision vom VPN-Anbieter.
Er schafft es, dass pro 100 Klicks auf seine Werbung ca. 1 Verkauf generiert wird. Der Klickpreis für das Keyword bei Google liegt bei 0,20€.
Der Affiliate gibt somit durchschnittlich 20€ aus, damit 1 Verkauf zustande kommt.
Pro Verkauf macht der Affiliate also einen Gewinn von 10€.

Beispiel nur zu Anschauungszwecken gedacht. Natürlich funktioniert es nicht so leicht und die Klickpreise sind deutlich höher.

Die Beispielrechnung zeigt aber, wie man als Affiliate mit PPC-Werbung Geld verdienen kann.

Ich benutze für meine Keyword-Recherche immer KWfinder.

Der größte Nachteil im Vergleich zu Content Marketing ist hierbei jedoch, dass man anfangs viel Geld zum Testen ausgeben muss, bevor man wirklich eine gewinnbringende Kampagne zustande bringt.

3. Portale & Vergleichsseiten

Auch Portale und Vergleichsseiten betreiben Affiliate Marketing hauptsächlich nach dem Content-Prinzip – wie Nischenseiten.

Im Gegensatz zu einer kleinen Nische behandeln Portale jedoch meist ein größeres, breiteres Thema – oder eine ganze Produktsparte.

Der Aufbau eines solchen Portals ist natürlich mit höheren Kosten verbunden und oft ist ein ganzes Team von Personen nötig, um alles aktuell zu halten – dafür sind aber auch die Profite dementsprechend höher.

Beispiel eines Affiliate-Portals: Vergleich.org

Reales Beispiel: Eines der größten Affiliate-Portale im deutschsprachigen Raum ist Vergleich.org, welches laut OMR von Marketern ins Leben gerufen wurde, die früher auch Nischenseiten betrieben haben. Glaubt man den Schätzungen von OMR nur ansatzweise, so generiert das Portal wohl einen mehr oder weniger mittleren bis hohen fünfstelligen Betrag pro Monat durch Affiliate Marketing.

4. Authority Seiten

Dieser Begriff ist zwar vor allem in den USA bekannt, so langsam kennt man ihn aber auch in Europa: “Authority Sites”. Aber was ist eine Authority Seite?

Eine Authority Seite ist – wie eine Nischenseite – um ein bestimmtes Thema herum aufgebaut.

Im Gegensatz zur Nischenseite, deren größtes Ziel es ist, Dinge zu verkaufen, ist das Ziel einer Authority Seite im ersten Ansatz nicht, gleich etwas zu verkaufen.

Vielmehr soll beim Leser Interesse geweckt und Vertrauen aufgebaut werden.

Authority Seiten zeichnen sich durch tiefgründige, hochqualitative Beiträge aus, die dem Leser viel Mehrwert und Informationen bieten.

Der Leser geht dann immer wieder, wenn er etwas zu diesem Thema erfahren möchte, auf diese Authority Webseite – und kauft eventuell etwas über einen Affiliate Link.

Beispiel einer Authority Seite zu VR-Brillen.

Der Vorteil zu Nischenseiten ist, dass das Vertrauen des Lesers hier deutlich höher ist.

Eine Authority Seite bietet viele Monetarisierungsmöglichkeiten: Neben Affiliate Marketing kann man beispielsweise auch eigene digitale Produkte verkaufen – oder einen Mitgliederbereich anbieten.

Reales Beispiel: Die Webseite thewirecutter.com wurde von einem ehemaligen Gizmodo-Journalisten ins Leben gerufen. Das Ziel war es, lange und tiefgründige Produktratgeber zu verschiedensten Themen zu schreiben. Es sollte die Anlaufstelle für alle werden, die im Internet nach Produkten recherchieren. Im Jahr 2016 wurde thewirecutter.com für 30 Millionen Dollar von der New York Times gekauft. Monatlich besuchen mehr als 8 Millionen Nutzer die Seite.

5. YouTube

Die größte Video-Plattform der Welt eignet sich nicht nur dazu, um Let’s Plays oder Schminkvideos hochzuladen – man kann YouTube auch dazu verwenden, um Affiliate Marketing zu betreiben.

Dabei ist die Info-Box unter dem Video dein wichtigster Freund.

Viele YouTuber posten Affiliate Links in ihre Info-Box. Das können einfache Produktlinks zu Amazon oder zu digitalen Produkten, wie eBooks oder PDFs sein.

Besonders gut funktioniert YouTube Affiliate Marketing dann, wenn man die beworbenen Produkte im Video vorstellt.

Beispiel: YouTuber posten ihr Equipment oft in der Info-Box

Tolle YouTube-Videokategorieren für Affiliate Links:

  1. Reviews und Produktberichte
  2. Tutorials (man stellt außerdem ein Produkt vor, welches den Zuschauern bei ihrem Problem hilft)
  3. “Product Hauls” (man kauft mehrere Produkte einer speziellen Kategorie – zB. Kleidung – und stellt diese im Video vor)

6. E-Mails

Viele voneinander unabhängige Berichte beweisen, dass E-Mail Marketing nach wie vor den höchsten ROI (Return of Investment) bringt.

Klar: Schließlich kann man an eine E-Mail-Adresse, sobald man sie bekommen hat, immer wieder Mails senden – kostenlos!

Das nutzen nicht nur Online-Shops, sondern auch viele Affiliates.

E-Mail kann auf verschiedene Arten fürs Marketing genutzt werden.

Manche senden wöchentlich einen Newsletter, andere erstellen einen Sales Funnel, in welchem nach der Anmeldung automatisch Mails versandt werden.

Wichtig ist, dass die Mails nicht “spammy” sind und, dass man Vertrauen bei den Newsletter-Empfängern aufbaut. Macht man das nicht, wird auch niemand die beworbenen Produkte kaufen.

Beispiel einer E-Mail Marketing Kampagne mit Link zum Produkt

Reales Beispiel: Der englischsprachige Blogger Yaro hat seit 2006 mehr als 80.000 E-Mail Abonennten aufgebaut. Mit einer neuen E-Mail Kampagne hat er 40.000$ durch Affiliate Marketing generiert. Den ganzen Bericht gibt’s auf seinem Blog.

7. Social Media

Die letzte Variante des Affiliate Marketing, die ich in diesem Beitrag vorstellen möchte, ist das Social Media Marketing.

Technisch gesehen funktioniert Social Media Marketing gleich wie Variante Nr. 2: PPC Marketing.

Der werbetreibende Affiliate bezahlt, wenn jemand auf seine Werbelinks auf Facebook, Twitter, Instagram oder Snapchat klickt.

Ist der Preis pro Conversion niedriger, als die Provision, die der Affiliate von seinem Netzwerk bekommt, macht er Profit.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Social Media Affiliate Marketing (vor allem im deutschsprachigen Raum) ziemlich schwierig ist.

Das liegt alleine schon daran, dass die Menschen auf Facebook oder Instagram nicht in der Stimmung sind, etwas zu kaufen.

Das macht das Verkaufen deutlich schwieriger, als beispielsweise auf einer Nischenseite, wo die Leute früher bei Google genau nach diesem Produkt gesucht haben.


Fazit: Affiliate Marketing Beispiele

Wie dieser Beitrag gezeigt hat, gibt es tatsächlich sehr viele Methoden, um Affiliate-Links zu bewerben.

Wer sich langsam an das Thema rantasten möchte, sollte es mit einer kleinen Nischenseite oder einem YouTube-Kanal probieren.

Wer genug Geld hat, um es zu investieren, könnte PPC- oder Social Media-Advertising probieren. Hier ist oft jedoch sehr viel Geduld gefragt, bis man auf eine Winning-Campaign trifft.

Vorsicht, Meinung: Affiliate Marketing gehört noch immer zu den einfachsten Wegen, um im Internet mit dem Geldverdienen zu beginnen. Es ist nicht schwer, monatlich Einnahmen im zwei- oder dreistelligen Bereich zu generieren. Natürlich kann man auch viel mehr verdienen und richtig (!) gut davon leben. Dann ist jedoch sehr viel Geduld, Erfahrung und Fleiß nötig. Außerdem sollte man von Spam-Methoden Abstand halten, da diese niemandem etwas bringen und 0 Mehrwert bieten.

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