4 Jahre mit dem Amazon Partnerprogramm: Meine 9 wichtigsten Erkenntnisse

Amazon ist der größte Online-Shop der Welt. Glaubt man aktuellen Statistiken, so hat das Portal im vergangenen Jahr mehr als 10 Milliarden US-Dollar Gewinn erwirtschaftet.

Ein Grund dafür dürften auch die vielen Affiliates sein, die Amazon täglich tausende von kaufbereiten Kunden schicken.

Das Affiliate Programm von Amazon gehört zu den ältesten und beliebtesten in der Branche: Es ist leicht einzubauen und durch das große Vertrauen der Kunden in Amazon ist es für Blogger und Webseitenbetreiber nicht allzu schwer, Geld damit zu verdienen.

Ich benutze das Amazon Partnerprogramm bereits seit 2015 und konnte im letzten Jahr einen fünfstelligen Gewinn damit erzielen. Amazon gehört für mich also zu den wichtigsten Einnahmequellen.

Amazon Partnernet: Berichte

In diesem Beitrag zeige ich meine 9 wichtigsten Amazon Partnernet Erkenntnisse, über die jeder Amazon-Affiliate Bescheid wissen sollte.



Was ist das Amazon Partnernet?

Seit den Anfängen von Amazon war man sich in der Chefetage des Unternehmens wohl bewusst, dass es ohne Werbung nicht gehen wird.

Eine besonders effektive Form der Werbung ist das Affiliate Marketing: Dabei wird der Publisher nur dann vergütet, wenn es zu einem Verkauf gekommen ist.

Im Gegensatz zu “klassischer” linearer Werbung, wie beispielsweise im Fernsehen oder in der Zeitung, hat Amazon beim Partnerprogramm also eine ganz genaue Kontrolle darüber, wieviel pro Verkauf an Werbekostenerstattung ausgezahlt wird.

Jeder Publisher (egal ob Blogger, Webseitenbetreiber, YouTuber, etc.) darf sich beim Partnerprogramm anmelden.

Sobald die Anmeldung abgeschlossen und bestätigt ist, kann man damit anfangen, Links zu den Online-Angeboten von Amazon zu setzen.

Die Links können dabei direkt vom Dashboard für Affiliates oder vom Amazon SiteStripe gesetzt werden:

Der SiteStripe taucht automatisch auf, wenn man eingeloggt ist.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Amazon Partnerprogramm nicht nur für “große” Webseiten, wie beispielsweise Chip.de oder Vergleich.org eine Einnahmequelle darstellen kann. Auch kleine Blogs können stark profitieren.

Warum sollte ich das Partnerprogramm von Amazon nutzen?

Jeder, der im Internet Geld verdienen möchte und eine eigene Webseite betreibt, dürfte sich früher oder später folgende Frage stellen:

Wie mache ich aus meinen Besucherzahlen bares Geld?

– jeder Webseitenbetreiber

Reiht man die beliebtesten Monetarisierungsvarianten für Webseiten (Bannerwerbung, Affiliate Marketing, Verkauf eigener Produkte, etc.) nach Schwierigkeit und Profit aneinander, steht das Amazon Partnerprogramm meiner Meinung nach an den vordersten Plätzen.

Die Gründe dafür:

  • Amazon ist bekannt und beliebt. Das Vertrauen der Nutzer sorgt dafür, dass es eine sehr hohe Conversion-Rate möglich wird, die bei anderen Affiliate Programmen unrealistisch wäre.
  • Auch Anfänger dürften keine Probleme mit dem Einbau der Amazon-Links haben.
  • Der Online-Händler verkauft alles – von leuchtenden Hundehalsbändern bis hin zu schwebenden Lautsprechern. Jede Themenwebseite kann mit Amazon monetarisiert werden.
  • Es gibt viele WordPress-Plugins, die man auf der eigenen Webseite einsetzen kann.
  • Abhängig von der Produktkategorie kann man bis zu 12% Werbekostenerstattung verdienen.

Auch ich war anfangs – was Amazon betraf – eher skeptisch. Im Nachhinein konnte ich jedoch mit einer wirren “Gadget”-Webseite (eine meiner ersten Webseiten) mehr als 100€ verdienen, was mich damals echt umgehaut hat.

Das Amazon Partnerprogramm:
Meine 9 wichtigsten Erkenntnisse

1. Es ist einfach, die ersten Euros zu verdienen

Wie bereits weiter oben erwähnt, hat Amazon eine große Popularität bei den Kunden. Auf der ganzen Welt haben bereits mehr als 100 Millionen Menschen ein Prime-Abo.

Dadurch ist es sehr leicht, die ersten Verkäufe zu generieren.

Auch wenn der eigene Blog nur wenige Besucher pro Monat hat, kann es zu einigen Klicks zu Amazon kommen, die dann für die ersten Einnahmen sorgen.

Beispiel: Mit meinem Team habe ich im November 2017 eine neue Nischenseite gestartet. Bereits 10 Tage nach dem Launch gab es die ersten Klicks und nur einen Monat später die ersten Verkäufe.

Bereits in den ersten 2 Monaten haben wir 20€ eingenommen – ohne auch nur 1 Cent für Werbung auszugeben.

Mittlerweile generiert die Seite solide monatliche Einnahmen im dreistelligen Bereich.

2. Plugins erleichtern mir das Leben

Anfangs wusste ich gar nicht, dass es Plugins für das Partnerprogramm gibt. Mittlerweile sorgen die Plugins für die größte Anzahl an Klicks.

Eines meiner Lieblings-Plugins ist beispielsweise das AAWP-Plugin.

Mit diesem kann man hübsche Produktboxen und Bestsellerlisten erstellen.

Die Liste und die Links werden automatisch aktualisiert.

Das Tolle an den meisten Plugins ist außerdem, dass man seinen Amazon Affiliate Code nur einmal eingeben muss. Alle Bestsellerlisten und Produktboxen sind dann automatisch mit dem Code “ausgestattet”.

Ein weiteres Plugin, welches ich jedem Affiliate empfehlen würde, ist Pricemesh.

Pricemesh kann man mit mehreren Affiliate Netzwerken verbinden. Anschließend wird automatisch ein – meiner Meinung nach – optisch attraktiver Preisvergleich erstellt.

Auch hier werden die Produkte automatisch aktualisiert.

Erfahrungsgemäß sorgen solche Plugins für deutlich mehr Klicks zu den jeweiligen Partnerprogrammen – was für den Affiliate in mehr Verkäufen und somit auch mehr Einnahmen resultiert.

3. Die Amazon-Widgets sind nicht immer die beste Wahl

Auch Amazon selber bietet einige Produkt-Widgets für Affiliates an.

Diese kann man über das Partnernet-Dashboard erstellen.

Mit Ausnahme des WordPress Plugins sind jedoch alle HTML-Widgets veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Außerdem sind sie auch nicht responsive und werden auf Smartphones und Tablets nicht richtig angezeigt.

Neben den HTML-Widgets gibt es sogar noch 3 Flash-Widgets.

Dass man Besucher mit Flash-Widgets “in den Bann ziehen” kann, ist eine Lüge. 😉

Nachdem die meisten Browser Flash gar nicht mehr unterstützen, ist es meiner Meinung nach einfach sinnlos, diese in die Webseite zu integrieren.

Es ist besser, Third-Party-Plugins (wie das oben vorgestellte AAWP) zu verwenden. Diese sind auch optisch ansprechender.

Nachdem ich auf einer Nischenseite alle veralteten Widgets mit anderen Plugins ausgewechselt habe, konnte ich einen deutlichen Zuwachs an Klicks zu Amazon feststellen.

4. Mehr Besucher = mehr Einnahmen

Mehr Besucher bedeuten mehr Einnahmen.

In meinen Affiliate-Anfangszeiten habe ich mich immer gefragt, warum manche “Gurus” mit ihren ihren Webseiten viel verdient haben, während ich am Ende des Monats vielleicht 100€ mehr am Konto hatte.

Ich dachte immer, dass diese Leute irgendwelche “Spam-Taktiken” anwenden.

Dabei sind die 2 Formeln so einfach:

  • mehr SEO-optimierte & qualitative Beiträge = mehr Besucher
  • mehr Besucher = mehr Einnahmen

Dass diese Formeln funktionieren, sieht man am folgenden Beispiel sehr gut.

Hier habe ich die Besucher-Statistiken und Amazon-Einnahmen von Juli bis Oktober nebeneinander gestellt:

Wer es also schafft, genügend Besucher auf die Webseite zu bringen, der wird auch mehr Einnahmen bei Amazon generieren – vorausgesetzt man hat genügend thematisch passende Links zu Amazon gesetzt.

5. An die Programmbedingungen halten

Wer sich beim Amazon Partnerprogramm registriert, der sollte sich erstmal die Programmbedingungen genau durchlesen.

Das habe ich zum Beispiel am Anfang nicht gemacht.

Ich habe bei meiner ersten Seite also tonnenweise Preisangaben in den Beiträgen integriert:

Dieses Produkt kostet nur 20€! Jetzt bei Amazon kaufen!

So oder so ähnlich sahen damals viele Amazon-Links auf meiner Seite aus.

Eigentlich müsste ich heute noch auf Holz klopfen, dass mich Amazon dafür nicht gesperrt hat. Es ist nämlich verboten, solche Preisangaben auf der Seite stehen zu haben.

Es muss immer eine Info darüber geben, wann der Preis zuletzt aktualisiert wurde. Noch besser ist es aber, wenn der Preis automatisch aktualisiert wird.

Alle Bedingungen findest du hier.

Die Teilnahmebedingungen sind ziemlich strikt und werden auch regelmäßig kontrolliert. Oft habe ich schon in Foren und anderen (meist englischsprachigen) Affiliate-Communitys gelesen, dass Menschen vom Amazon Partnerprogramm ausgeschlossen wurden.

Ist man erstmal ausgeschlossen, ist es sehr schwer, aus dieser misslichen Lage rauszukommen. Amazon erlaubt es nämlich nur in manchen Fällen, dass ein Account wieder freigeschalten wird.

Daher ist meine Empfehlung für alle Amazon Affiliates, dass man sich die Teilnahmebedingungen in Ruhe durchliest und vielleicht die wichtigsten Stichpunkte auf ein Blatt Papier aufschreibt, welches man während der Arbeit immer im Blick hat.

6. Die Einnahmen hängen stark vom Thema ab

Amazon ist nicht an jeder Art von Traffic gleichermaßen interessiert.

Idealbild eines jeden Affiliate Marketers am Ende des Monats

Während manche Produkte bis zu 12% Werbekostenerstattung ermöglichen, sind es bei anderen gerade einmal 1%.

Wer also erst in der Planungsphase für die erste Webseite ist, sollte sich genau überlegen, von welchem Thema die Webseite handeln soll.

Diese Produktkategorien bringen die höchsten Prozentsätze:

  • Fashion – bis zu 12%
  • Videospiele & Handmade – bis zu 10%
  • Home (Möbel, Garten, etc.) – bis zu 8%
  • Bücher – 7%
  • Auto, Motorrad – 7%
  • Gesundheit, Baby, Kosmetik, Haustierprodukte – 7%
  • Outdooraktivitäten, Spiele, Sport (Hobbies) – 6 bis 7%

Diese Produktkategorien bringen die niedrigsten Prozentsätze:

  • Software, Musik, DVDs – 5%
  • Amazon Eigengeräte (Kindle, Alexa) – 4 bis 7%
  • Computer, Elektronik & Kameras – 3%
  • Alle anderen Produkte – 3%
  • Fernseher, Heimkino, Smartphones, PS4 – 1%

Stand: 1. März 2019

Befindet sich eine Produktkategorie nicht in der Liste, dann kann man sie zu “Alle anderen Produkte” hinzuzählen – das sind dann 3% Provision.

Mein größter und ältester Nischenblog befindet sich leider im 3%-Bereich. Würde er über ein anderes Thema handeln, wären auch die Provisionen höher. Dafür habe ich bei allen neuen Webseiten auf bessere Themen gesetzt, die mehr bringen.

7. Wir Affiliates sind von Amazon abhängig – und nicht umgekehrt

In der Anfangsphase von Amazon war es wohl so, dass der Händler sehr stark vom Affiliate-Traffic abhängig war.

Mittlerweile hat sich der Online-Gigant aber bereits so viele Stammkunden und so eine gute Reputation bei den Kunden erarbeitet, dass man nicht mehr stark von den Affiliates abhängig ist.

Natürlich möchte Amazon die “Rückendeckung” der Affiliates nicht verspielen und das Partnerprogramm wurde gerade erst komplett aktualisiert – aber verglichen mit diesem riesigen Unternehmen sitzen wir am kürzeren Hebel.

Das bedeutet, dass wir Affiliates Änderungen an den Teilnahmebedingungen schutzlos ausgeliefert sind. Als Selbstständiger muss man solche Risiken jedoch akzeptieren.

Mein Tipp an alle ist daher, dass man die Einnahmequellen diversifiziert: Hat man für eine Webseite 5 verschiedene Affiliate-Programme, tut es gleich viel weniger weh, wenn ein Programm seine Bedingungen ändert.

8. Mehr Links = mehr Einnahmen

Vor allem neue Affiliates mit “frischen” Webseiten haben Angst davor, zu viele Links zu setzen. Die Webseite soll ja nicht billig und “spammy” rüberkommen.

Die Erfahrung mit einigen Nischenblogs hat mir aber gezeigt: Solange der Text lesbar bleibt und man nicht in jeden 2. Satz einen Affiliate-Link integriert, lohnt es sich, mehr Links zu setzen.

Der Leser sollte Freude am Lesen haben: Solange der Content passt, man den Text schön gestaltet hat und der Leser einen Mehrwert bekommt, macht es nichts aus, wenn mal mehr Links gesetzt werden.

Ähnlich wie bei Besuchern (Tipp #4), korrelieren die Einnahmen auch mit der Anzahl der Links.

Wollte ich in der Vergangenheit meine Einnahmen etwas aufpeppen, habe ich mir die am besten performenden Webseiten angesehen und mehr Affiliate-Links hinzugefügt.

Hinweis: Dieser Tipp soll kein Aufruf dazu sein, “Spam” zu erstellen. Die Webseite soll dem Leser an erster Stelle Mehrwert bieten. Erst dann kommen deine Affiliate-Einnahmen.

9. Keine minderwertigen Produkte bewerben

Jeder Blogbetreiber will sein Gesicht wahren. Das gleiche gilt auch für Nischenblogs und Affiliates.

Daher sollte man nie Werbung für Produkte machen, die man nicht auch selber kaufen würde.

Macht man das nämlich, kann die eigene Webseite schnell in Verruf geraten, was sich auf lange Sicht gesehen auch an den Besucherzahlen bemerkbar macht.

Bei manchen Produkten reicht es, eine einfache Google-Suche durchzuführen, um zu sehen, was andere Menschen davon halten.


Fazit

Diese 9 Tipps im Zusammenhang mit dem Amazon Partnerprogramm hätte ich gerne vor 4 Jahren gewusst. Dann wären mir einige Trial-and-Error Projekte erspart geblieben und ich hätte in dieser Zeit vielleicht noch deutlich mehr eingenommen.

Was sind eure besten Tipps für das Amazon Partnerprogramm?

  • Jan sagt:

    Cooler Beitrag! Amazon ist sicher eines der besten Partnerprogramme für Affiliates, obwohl es in den vergangenen Jahren immer wieder Änderungen gab. Würde aber nicht nur auf ein Pferd setzen…

    • jurij sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂 Natürlich sollte man nie nur auf ein Partnerprogramm setzen. Ich versuche, immer so gut es geht zu diversifizieren. Bei manchen Themenbereichen gibt es leider keine gute Alternative zu Amazon.

  • twingo sagt:

    mein tipp fürs amazon partnerprogramm wäre, viele vergleichstabellen einzubauen. habe auf meinen webseiten einen enormen sprung an conversions erkannt, nachdem ich passende produkt vergleichstabellen in die beiträge implementiert habe

  • >